Mylauer Feuerwehrleute rollen zum 150. durch die Stadt

Mit einem Korso und vielen Attraktionen wurde das Jubiläum gefeiert. Doch nicht nur die Mylauer waren zum großen Fest gekommen.

Mylau.

Mit einem dreitägigen Fest hat die Mylauer freiwillige Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Die Hauptattraktion war das Programm am Samstag, das mit einer Technikschau und einem Fahrzeugkorso begann. 55 Fahrzeuge von Feuerwehren der Region sowie der Partnerstadt Waldenbuch sowie des Technischen Hilfswerks (THW) und des DRK-Ortsvereins Mylau nahmen daran teil. Zu den 30 Einsatzfahrzeugen gesellten sich weitere 23 Fahrzeuge, die von Traditionsvereinen liebevoll gepflegt und restauriert werden.

Eines der ältesten Fahrzeuge haben die Mylauer selbst: einen Opel Blitz Baujahr 1928. Der stellvertretende Wachenleiter Uwe Feuerer stellte die Fahrzeuge vor. Die Zuschauer konnten etwas über Herkunft, Baujahr und Besitzer erfahren. Mit dabei waren Fahrzeuge der Traditionsvereine Reichenbach und Oberheinsdorf sowie des Feuerwehrvereins Lengenfeld. Die Feuerwehrleute aus Reichenbach führten bei einer Schauübung vor, was bei Katastrophen mit Gefahrgut zu tun ist. Die Jugendgruppe des THW zeigte, wie man ein Fahrzeug mit Hebekissen anhebt. Zu dem THW und dem DRK unterhält die Mylauer Wehr seit vielen Jahren freundschaftliche Verbindungen, die in gemeinsame Aktivitäten münden. Beim Fest bestand Gelegenheit zum Zielspritzen, zu Fahrten mit dem Feuerwehrauto oder für einen Blick auf Mylau von oben mit dem Autokran der Firma Held. Der Nachwuchs konnte sich im gefluteten Bälle-Pool abkühlen.

Uwe Feuerer hatte zuvor Daten und Fakten zur Mylauer Wehr zusammengetragen und in einer Festschrift zusammengefasst. Im historischen Abriss finden sich die Angaben zum Gründungsakt am 28. Oktober 1869, bei dem die Feuerwehr und die Rettungsschar aus dem Turnverein gebildet wurden. 39 Turner meldeten sich damals freiwillig. Die heutige Wehr hat eine ähnliche Stärke. 25 Mitstreiter gehören zur aktiven Abteilung, weitere zehn zur Alters- und Ehrenabteilung. Zehn Jahre nach der Auflösung wurde am 4. Mai 2018 die Jugendgruppe wieder gegründet. Sie hat 15 Mitglieder. Im September werden die ersten beiden Jugendlichen in die aktive Wehr übernommen.

Bei der Festveranstaltung am Freitagabend, zu der alle umliegenden Wehren und die Reichenbacher Wachen, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie befreundeter Organisationen und Vereine eingeladen waren, wurde der frühere Wehrleiter Egon Altmann in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet. Er erhielt die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold.

"Wir hatten rund 50 Helfer im Einsatz", sagte Dustin Anger, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, der das Fest zusammen mit der Wachenleitung organisiert hat. Der 2017 gegründete Verein hat 36 Mitglieder, von denen 24 zugleich Dienst in der Feuerwehr tun. Das Fest endete mit einem Zeltgottesdienst, bei dem Pfarrerin Ulrike Penz predigte. Auch zwischen Feuerwehr und Kirchgemeinde bestehen enge Verbindungen. So beteiligen sich die Kameraden an Aktionen der Kirche wie dem lebendigen Adventskalender. Die Pfarrerin hat alle Einsatzfahrzeuge der Wehr gesegnet.

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