Nach Städte-Ehe: Anzahl der Hochzeiten steigt stetig

Mit Jennifer und Klaus Pöhlmann aus Hauptmannsgrün wurde jetzt das 100. Paar des Jahres getraut - auf Burg Mylau, dem Favoriten bei der Wahl des Trauraums.

Reichenbach.

Die Burg Mylau scheint sich in der Gunst der Brautpaare immer mehr als Favorit bei standesamtlichen Trauungen herauszukristallisieren. Gab es in der Kapelle und im Ratssaal der Burg 2016 noch 50 Trauungen, waren es im Vorjahr bereits 85. Und auch dieses Jahr setzt sich dieser Trend wohl fort, auch wenn "wir noch mittendrin sind in der Hoch-Zeit der Hochzeiten", wie die Reichenbacher Standesbeamtin Anett Schulz sagt und eine aktuelle Zahl nennt: Die Eheschließung von Jennifer und Klaus Pöhlmann aus Hauptmannsgrün kürzlich in der Kapelle der Burg war die 100. Trauung in diesem Jahr.

Mit dieser Marke scheint sich ein weiterer Trend fortzusetzen - seit der Städte-Ehe von Reichenbach und Mylau Anfang 2016 steigt die Anzahl der Trauungen in den Ortsteilen und dem zum Standesamtbezirk gehörenden Neumark an, wobei es in Bezug auf die Trauräume zu teilweise großen Unterschieden kommt: 2015, also vor der Fusion, bilanzierte das Standesamt 107 Trauungen, nach der Städte-Ehe waren es 118, im Vorjahr 129. Da die Hoch-Zeit der Hochzeiten traditionell bis in den Oktober anhält, dürfte sich die Anzahl von aktuell mehr als 100 Eheschließungen noch deutlich erhöhen. "Grund für vermehrte Eheschließungen in der Zeit von April bis September ist das erhofft schöne Wetter, das es jetzt ja reichlich gab. Man will schöne Fotos, einen Sektumtrunk und ähnliches einfach im Freien", sagt Anett Schulz.

Bei der Wahl der Trauräume stellt das Standesamt Reichenbach seit der Fusion sechs attraktive Möglichkeiten zur Auswahl. Das Ja-Wort kann im Neuberin-Museum, im Grünen Saal des Rathauses, in der Kapelle und im Ratssaal der Burg fallen. Ein besonderes Ambiente bietet der historische Rollbock-Personenwagen in Oberheinsdorf (49 Trauungen seit 2009), für die Neumarker bietet sich der historische Ratssaal der Gemeinde an. Und wie fällt die Qual der Wahl nun aus? 2016 wurden im Neuberin-Museum 48 Ehen geschlossen, 13 im Grünen Saal, eine im Personenwagen, drei in Neumark und 50 auf der Burg (40 in der Kapelle, zehn im Ratssaal). Im Vorjahr schlossen 25 Paare im Museum den Bund fürs Leben, neun im Grünen Saal, sechs im Personenwagen, drei in Neumark und 85 auf der Burg (59 in der Kapelle, 26 im Ratssaal).

Die Trauort-Wahl von Jennifer und Klaus Pöhlmann liegt also im Trend. Während das Paar derzeit die Flitterwochen auf Sardinien genießt, schwärmen die Eltern noch von der Feier im Ratssaal und der Trauung in der Burg-Kapelle. "Die Standesbeamtin Regina Stier hat das toll gemacht, mit einer sehr persönlichen Ansprache", sagt Brautvater Daniel Rabe. Aber nicht nur deshalb steht die Ehe unter einem guten Stern, wie der Vater des Bräutigams lachend verrät. "Die Jenny stand bereits als Sechsjährige auf Klaus", sagt Lothar Pöhlmann. Wenn das kein gutes Omen ist. Das sieht auch Standesbeamtin Anett Schulz so. "Aber es gibt auch Paare, die testen sich zig Jahre und finden nicht den Weg ins Standesamt. Was zählt ist die Liebe."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...