Nachwuchswehren zeigen vollen Einsatz

Dschungelcamp, Schlauchbootfahren und viel Feuerwehrwissen - der Orientierungslauf der Reichenbacher Jugendfeuerwehren bot Vielfalt.

Limbach.

Am Orientierungslauf der Jugendfeuerwehren im Regionalbereich Reichenbach haben am Samstag elf Mannschaften teilgenommen. Mit 304 Punkten siegte die Jugendgruppe Rotschau der Jugendfeuerwehr Reichenbach ganz klar. Auch der dritte Platz ging an die Rotschauer, nur einen Punkt hinter den Gastgebern aus Limbach mit 279 Punkten.

Die Mannschaften waren zwischen 8 und 11 Uhr am Gerätehaus der FFw Lambzig gestartet. Auf dem Weg über die Trift nach Lauschgrün begaben sie sich in Richtung Mühlwand und weiter über Käppels Teich und das Holzbachtal nach Buchwald. Dort begann die letzte Etappe bis zum Gerätehaus der FFw Limbach. Was die Kinder und Jugendlichen an zehn Stationen auf neun Kilometern erlebten, reicht im Normalfall für mehrere Tage Beschäftigung. Für einige hieß es auch an Grenzen gehen, denn sie mussten bei hohen Temperaturen in voller Montur etliche Höhenmeter und bisweilen sich selbst überwinden.

"Dieser Orientierungslauf war einer, der in der Qualität ganz weit vorn liegt. Alles wurde mit viel Liebe zum Detail, strukturiert und mit vielen Ideen gestaltet. So viel Feuerwehrwissen und Leistung mussten wir bei einem Wettbewerb schon lange nicht mehr zeigen", sagte Max Sommer, der die Siegermannschaft betreute. Seine Schützlinge nehmen seit vielen Jahren erfolgreich am Wettkampfgeschehen teil und haben es mehrfach zum Sachsenmeister in der Gruppenstaffette gebracht. Trotzdem lagen auch bei ihnen die Nerven zeitweise blank.

Mitten im Wald war ein Dschungelcamp aufgebaut, richtig mit Dschungelgeräuschen und einem Stationsbetreuer in stilechter Kleidung. Dort bauten die Teilnehmer in Teamwork einen Flaschenzug und mussten ihren Betreuer über einen Bach transportieren. Außerdem waren Gegenstände zu ertasten und zu benennen, neben Feuerwehrtechnik auch einige Alltagsdinge wie eine Zündkerze. "Die Erste-Hilfe-Station der Johanniter war richtig gut gemacht. Hier kamen wir mitten hinein in die Szenerie eines Kettensägeunfalls und haben nicht wie sonst eine mündliche Einweisung bekommen", sagt Max Sommer. Anders als bei anderen Wettbewerben wurde diesmal nach Karte gelaufen. Auch ein Schlauchbootfahren, sonst eher selten, gab es in Limbach auf dem Dorfteich. An weiteren Stationen ging es um Knoten- und Schlauchkunde, Fragen zu Hydranten oder Sauglängen oder um den Fangleinenbeutelwurf. An der letzten Station waren noch einmal physikalische Kenntnisse und Zusammenarbeit gefragt, als der Betreuer auf einem Palettensitz über Holzrollen bewegt wurde.

"Wir legen viel Wert auf feuerwehrtechnisches Wissen und Teamwork, deshalb haben wir Elemente der Erlebnispädagogik eingebaut", erläuterte Ortswehrleiter Thomas Kölbel den Ansatz. An einigen Wettkampfstationen hat es sich gestaut. Trotzdem kamen alle Teams guter Dinge an. Die letzten vier Mannschaften wurden zwischen den Stationen gefahren. Die Siegerehrung fand erst nach 19 Uhr statt. Den Wettbewerb haben die Helfer der örtlichen Feuerwehren sowie der Feuerwehren Netzschkau und Lambzig und die Johanniter Plauen möglich gemacht.

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