Neben App wird auch per Sirene gewarnt

Kreisbrandmeister über Konsequenzen nach dem Großbrand bei GTO

Heinsdorfergrund.

Zum Großband vom 26. Juni im Galvanik-Unternehmen GTO im Industriegebiet an der A 72 bei Reichenbach bewegt viele Bürger die Frage, warum die Warn-App Nina erst lange nach Brandausbruch aktiviert und nicht über Sirenen gewarnt wurde. Zumal dies beim jüngsten Brand in der Entsorgungsfirma Glitzner in Schneidenbach anders gewesen war.

Das Feuer bei GTO war gegen 17.30 Uhr ausgebrochen. Wie Kreisbrandmeister Gerd Pürzel jetzt in der Gemeinderatssitzung in Heinsdorfergrund erklärte, habe der stellvertretende Kreisbrandmeister noch auf dem Weg zur Brandstelle um 17.58 Uhr die Rettungsleitstelle gebeten, eine Warnung über Nina auszulösen. Die Warnung landete jedoch erst 18.45 Uhr auf den Smartphones. "Das muss schneller funktionieren", so Pürzel. Die Einwohner in Lengenfeld, Treuen, Heinsdorfergrund und Reichenbach wurden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem fanden Lautsprecherfahrten statt. Unverzüglich wurden Warnungen über das Vogtland-Radio verbreitet. Da beim Großbrand kein Katastrophenalarm ausgelöst wurde, unterblieb die Warnung per Sirene.

Aus den Erfahrungen des GTO-Großbrandes heraus habe man nun nachjustiert, so Pürzel. Neben der Nina-App soll künftig auch via Sirene gewarnt werden. Die Warnung sei offenbar auf verschiedenen Wegen nötig, wenn sie alle erreichen soll. Der einminütige Heulton warnt vor Gefahr. Die Bürger sollten dann das Radio einschalten, auf Durchsagen achten, Nachbarn und Passanten informieren sowie Anweisungen der Behörden genau befolgen.

Die kostenlose Warn-App Nina des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bringt jedem, der sie auf seinem Smartphone installiert, deutschlandweit Notfall-Informationen sowie Nachrichten über Unwetter, Hochwasser und dergleichen.

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