Neuberinhaus: Bröckelnder Putz verzögert Festival-Finale

Beim Artrock mussten die Zuschauer auf die letzte Band warten

Reichenbach.

Geschätzt vier Zentimeter Durchmesser hatte das Stück Putz, das Uwe Treitinger, Veranstalter des 7. Artrock-Festivals, am Sonntag gegen 21.30 Uhr in der Hand hielt. Es hatte sich beim Konzert der vorletzten der 16 Bands, R.P.W.L., in luftiger Höhe von einer Mauer im Neuberinhaus gelöst und war auf den ins Publikum gebauten Laufsteg gefallen. "Ich kann das nicht verantworten", sagte er entnervt. Auch wenn keiner zu Schaden kam: Die für 21.20 Uhr geplante Band Arena aus England musste warten.

21.50 Uhr leuchtete Neuberinhaus-Leiter Ronald Böhm nach oben in den Spalt, aus dem der Putz gerieselt kam. Ein Techniker rückte mit einem Besen an. Als alles überprüft war, ließ Böhm zur Sicherheit den Zuschauerraum zwei Meter vorm Bühnenrand mit rot-weißem Flatterband absperren. Und auf der Bühne wurde eilig eine neue weiße Linie aufgeklebt, zwei Meter hinterm Bühnenrand. Die Band musste dahinter bleiben. Gegen 22.15 Uhr verlas Uwe Treitinger den geduldig ausharrenden Fans unter Beifall eine von Böhm unterschriebene Erklärung, wonach dem Ermessen nach keine Gefahr mehr von fallenden Putzteilen bestehe. "Bitte haltet Abstand", sagte er. Mit einer Stunde und acht Minuten Verspätung legte die Band Arena um Mick Pointer und Clive Nolan um 22.28 Uhr los. Nolan bat um Nachsicht, dass Sänger Paul Manzi nicht bei Stimme sei, und meinte: "Wir hoffen, dass wir zum Ende des Abends kommen, ohne dass die Decke zusammenbricht." Für die Fans hatte sich das Warten gelohnt.

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