Neue Zeiten für den Gottesdienst in der Region

Vier Kirchen öffnen wegen personeller Engpässe anders oder gar nicht

Reichenbach.

Von Juli bis September gibt es in vier Kirchen der Region aufgrund personeller Engpässe veränderte Gottesdienstzeiten beziehungsweise Gottesdienste lediglich im 14-tägigen Rhythmus. Wie Pfarrer Andreas Alders von der Kirchgemeinde Reichenbach sagt, ist vor allem deren kirchenmusikalischer Part im alten Dienstsystem nicht mehr zu leisten, da Kantor Andreas Kamprad in dieser Zeit in Elternzeit ist und der in absehbarer Zeit in Ruhestand gehende Kantor Christian Wegler verkürzt arbeitet. Das bedeutet: Die Anfangszeiten der Gottesdienste in Peter-Paul- und Trinitatiskirche verschieben sich nach vorn, um Gottesdienste in den Schwesternkirchen von Mylau und Neumark im 14-tägigen Rhythmus zu ermöglichen. Der Gottesdienst in der Begegnungsstätte entfällt ganz.

Mitte September sollen die alten Regeln wieder in Kraft treten. Künftig allerdings, sagt der Pfarrer, könnte dieser als "Erprobung" deklarierte Plan durchaus die Regel werden. "Der Faktor Demografie macht auch vor der Kirche nicht halt, dem haben wir uns zu stellen." Und zwar nach dem Motto: Wenn schon Gottesdienst, dann richtig. "Es ist keinem damit gedient, wenn der Pfarrer nach dem Gottesdienst zum nächsten hastet und nicht mehr für ein Gespräch zur Verfügung steht."

Die Kirche, in der kein Gottesdienst stattfindet, soll einer Initiative aus dem Leipziger Land folgend dennoch öffnen und so auch als Identität stiftende Einrichtung erhalten bleiben: Ein Gemeindeglied schließt auf, läutet die Glocken, zündet Kerzen am Altar an und spricht ein Gebet. Zudem liegen Meditationstexte aus. Mylau macht davon ab Juli Gebrauch. Wie der Pfarrer sagt, lehnt Neumark diese Möglichkeit ab - damit bleibt diese Kirche bis September im 14-tägigen Rhythmus geschlossen. Andreas Alders: "Wir sollten angesichts solcher Erfordernisse nicht resignieren, sondern das beste daraus machen. Die offene Kirche ist ein guter Weg." www.ev-kirche-reichenbach.de

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