Neumark: Kandidat der SPD wirft das Handtuch

Jürgen Börner will nun Einzelbewerber Andreas Dust unterstützen

Neumark.

Auf dem Stimmzettel steht er zwar. Doch Bürgermeister von Neumark will Jürgen Börner nicht mehr werden. Der SPD-Kandidat hat am gestrigen Freitag angekündigt, sich stattdessen für den zweiten Wahlgang am 23. Juni hinter Andreas Dust (Einzelbewerber) zu stellen. "Ich gebe meine Stimme und Unterstützung dem jüngeren Kandidaten, der länger das Amt ausüben kann", so Börner schriftlich. Und ergänzt: "Außerdem ist Andreas Dust der Kandidat, der über Jahre hinweg kontinuierlich bei den Gemeinderatssitzungen war und sich zu Themen eingebracht hat."

Begründet wurde der Rückzug des einen Kandidaten zugunsten des anderen mit den Aufgaben, vor denen die Gemeinde steht. Diese könnten nur mit gegenseitiger Unterstützung bewältigt werden. "Wenn wir uns nicht einigen können, ziehen wir das Streichholz, aber soweit musste es nicht kommen", so Jürgen Börner.


Hätten sich beide Kandidaten früher auf diese Variante verständigt, würde Börners Name gar nicht erst auf dem Stimmzettel stehen. Dazu hätte er seinen Verzicht für den zweiten Wahlgang aber spätestens bis zum 31. Mai bei Gemeindewahlleiterin Gabi Müller mitteilen müssen. Diese steht nun vor folgender Frage: Was wäre, wenn die Neumarker unbedingt Jürgen Börner als Bürgermeister sehen wollten und er trotz Rückzug die meisten Stimmen erhielte? Bei 14,2Prozent im ersten Wahlgang am 26. Mai ist dies zwar eher unwahrscheinlich. Aber Müller muss für alle Eventualitäten gerüstet sein. "Wir prüfen dies im Vorfeld juristisch ab", erklärte Müller.

Und was wird nun aus Börners Wahlkampf? Immerhin soll es am Donnerstag eine Veranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Juliane Pfeil-Zabel geben. Laut Jürgen Börner soll sie trotzdem stattfinden. Ob Pfeil-Zabel das auch so sieht, blieb gestern offen.

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