Oberschüler helfen bei Einsatz im Stadtpark mit

Bei der Herbstaktion wurden am Samstag 27 Helfer gezählt. Beim Förderverein Parkanlagen steigt nun die Spannung.

Reichenbach.

27 Helfer sind am Samstagvormittag in den Reichenbacher Stadtpark gekommen. Der Förderverein Parkanlagen hatte zum Arbeitseinsatz gerufen. Neben Mitgliedern und Freunden des Vereins waren auch Anwohner und Parknutzer aktiv.

Die Regionale Aufbau- und Dienstleistungsgesellschaft (RAD) stellte die Container und transportierte Wildwuchs und Laub ab. "Wir sind von Anfang Mitglied im Verein. Ich fahre das Zeug gleich weg, damit es nicht wieder breitgetragen wird", erklärte RAD-Geschäftsführer Heiko Knobloch und drehte seine Parkrunde.

"All die Jahre habe ich mir gewünscht, dass mal jemand von den Anwohnern mitmacht. Diesmal war jemand da. Eine Frau kam aufgrund des Zeitungsartikels. Vielleicht wird sie sogar Vereinsmitglied", freute sich Heike Albert.

Steffen Schönhoff vom Verein hatte die Idee, Jugendliche für die Mitarbeit zu begeistern, über indirektes Sponsoring. Als die Zehntklässler der Oberschule Netzschkau wegen Unterstützung ihrer Abschlussfeier bei ihm anfragten, sagte er ja - gegen Mitarbeit im Stadtpark. Sechs Schüler und Lehrerin Sibylle Hamich kamen mit Handschuhen und Arbeitsgeräten. "Wir haben Laub geharkt und verwelkte Pflanzen abgeschnitten. Die Arbeiten sind ähnlich wie zuhause im Garten", sagte Lena Degner. "Es ist ja auch für einen guten Zweck, deshalb sind wir gern früh aufgestanden", ergänzte Luisa Seiferth. Die Lehrerin nutzte den Samstagsausflug gleich, um ein bisschen Wissen in Sachen Tier- und Pflanzenwelt zu vermitteln. Für die Schüler war die Aktion eine von vielen, mit der sie Geld einspielen. Am Vortag hatten sie schon bei Obi Roster verkauft.

"Wir sind froh, dass wir ein paar junge Leute dabei haben", sagte Vereinschef Peter Tillack. Mit dem Ergebnis des Einsatzes war er zufrieden. "Wir haben viel Wildwuchs herausgeschnitten, zum Beispiel Ahorn, Linde, Robinien oder Haselnuss, und dürre Äste von anderen Bäumen", so Tillack. Gepflegt wurden auch die zwei Hosta-Beete, die der Verein vor einigen Jahren vor dem Ruin bewahrt hat. "Das eine war nur noch Wüste für Enten, bevor wir uns darum gekümmert haben. Jetzt haben wir es entblättert, damit die Pflanzen wieder austreiben können", erklärte der Vereinschef und freut sich schon auf die grüne Oase im Frühjahr.

Nicht zufrieden sind die Parkfreunde mit dem Teich. Einer der Helfer machte darauf aufmerksam, dass die Entengrütze aussehe, als wäre dort schon Ufer. Daraus könnten sich Gefahren für Kinder ergeben, wenn sie diesen Bereich betreten. "Die Stadtverwaltung weiß Bescheid und wollte sich kümmern", entgegnete Tillack. Er meint, dass für schnelle Hilfe wenig Geld notwendig sind. Dafür müsse der Teich nicht abgelassen werden.

Nach getaner Arbeit trafen sich die Helfer an der Unterkunftshalle zum zünftigen Imbiss. Bei den Mitgliedern des Fördervereins herrscht jetzt Hochspannung. Der Verein ist für den Bürgerpreis Sachsen nominiert und fährt am 14. November zur Auszeichnungsveranstaltung nach Dresden. "Egal, ob wir den Preis bekommen oder nicht, die Einladung ist schon eine Ehrung für unsere Arbeit", sagte Steffen Schönhoff.

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