Polnische Musikschüler musizieren in Netzschkau

Pfarrer Joachim Scholz knüpfte Kontakte - Konzert im Schloss begeistert das Publikum

Netzschkau.

Jedes Jahr im Sommer ist eine kleine Gruppe polnischer Musikschüler bei Pfarrer Joachim Scholz in Netzschkau zu Gast. Der Geistliche im Ruhestand kümmert sich um Aufenthalt und Auftritte, damit sich die Musiker ihre Reise verdienen können.

Das Netzschkauer Schloss und sein Förderverein sind dabei eine gute Adresse, denn hier traten die polnischen Musikschüler auch diesmal auf. Vom Vereinsvorsitzenden wurden sie auf Polnisch begrüßt, auch das ist Tradition. Im Publikum saßen Stammgäste und Musikfreunde, die erstmals bei so einem Konzert waren. Auch Mitglieder der Katholischen Gemeinde waren da. Sie pflegen Kontakt mit den jungen Polen.

Die musikalische Leiterin Monika Brewczak, die mit ihrem Chor Soul 2006 das erste Mal hier gastierte, hatte Gabriela, Dominika, Adam, Jan und Albert mitgebracht, die teils solistisch, teils als Ensemble auftraten. Sie spielten Geigen, Akkordeon, Querflöte, Klarinette und Gitarre und übernahmen die Gesangsparts. Monika Brewczak begleitete ihre Schüler am Klavier oder sich selbst, während sie herzergreifend sang.

Das Repertoire der Schüler war bunt gemischt. Es erklangen Stücke aus Barock und Klassik, polnische Volkslieder und Klezmer. Die Zuhörer wurden auf eine musikalische Reise durch Europa und die Jahrhunderte mitgenommen und landeten punktgenau in Polen. Was auffiel, war die unbändige Musizierfreude, mit der sich die Jugendlichen ans Werk machten. Dadurch sprang der Funke schnell zum Publikum über, das durch Klatschen und Zugaben-Rufe zusätzlich motivierte. "Für mich ist jedes Mal eine Überraschung, was die Musiker mitbringen. Das heute war wieder toll", sagte Joachim Scholz. Er hatte Vertreter der Musikschule in Norwegen kennengelernt und immer wieder ins Vogtland eingeladen.

Nach dem Konzert schauten sich die Gäste das Schloss an und trafen sich zum Fototermin im Saal. Im September soll es ein weiteres Konzert im Schloss geben, dann mit größerer Besetzung und Chor und mit einem richtigen Bus. (pstp)

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