Postkarten-Kauf unterstützt große Baum-Pflanzaktion ab 2020

Die neue Reichenbach-Postkarte ist ab sofort am Adventsmarkt-Stand des Gewerbevereins erhältlich. Ein Teil des Erlöses fließt in ein ambitioniertes Vereinsprojekt. Das Kartenmotiv selbst steht für den Wandel der Stadt.

Reichenbach.

Die Käufer der nicht nur bei Sammlern beliebten Reichenbach-Postkarten leisten mit dem Kauf der neuesten Ausgabe auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Der Großteil des Erlöses der wieder von dem Reichenbacher Aktionskünstler Christian-Frank Knobloch kreierten Karte fließt nämlich in ein neues Projekt des Gewerbevereins Gemeinsam für Reichenbach: Ab 2020 stellt der Verein unter dem Motto "Nachwuchs für Nachwuchs" mit Reichenbacher Schülern und Sachsenforst große Baum-Pflanzaktionen voraussichtlich im Stadtwald auf die Beine.

"Damit wollen wir zum einen das Verständnis der Schüler für die Natur fördern. Zum anderen wollen wir dem von den Folgen des Klimawandels mit Windbruch, Borkenkäfer und Co. gebeutelten Wald vor unserer Haustüre helfen", erklärt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Silke Baumann. Geplant ist vor allem die Aufforstung kahler Flächen im Forst, wobei Schüler der Reichenbacher Grundschulen und wohl auch Fünftklässler und deren Eltern unter Anleitung von Revierförster Joachim Gorski zum Spaten greifen. "Eingeladen zu den jedes Jahr stattfindenden Aktionen ist aber jeder, der sich angesprochen fühlt."

Finanziert wird das Projekt über die Einnahmen des Vereins etwa beim Kartoffelfest, den Frischemärkten oder von Fit in den Frühling. Oder eben durch den am Mittwoch angelaufenen Verkauf der Postkarten in der Adventsmarkt-Bude des Vereins auf dem Postplatz. Bisher stehen an die 1000 Euro für die Pflanzaktion zur Verfügung. "Um eine breite Basis für die Aktion zu haben, werden wir in Kürze auch noch ein Spendenkonto einrichten", kündigt Silke Baumann an.

Von dem Geld kauft der Verein für den Einsatz im Mischwald der Zukunft geeignete Setzlinge zum Stückpreis von ein, zwei Euro. Vor der jeweiligen Aktion soll öffentlich zur Teilnahme an den Pflanzungen aufgerufen werden. "Ideal wäre, wenn die Aktion von vielen Reichenbachern mitgetragen wird. Das ist eine gute Gelegenheit, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern", sagt die Vize-Vereinschefin im Hinblick auf den CO2-Ausstoß etwa bei Langstreckenflügen. Auch für Kinder und Jugendliche sei die Mitmachaktion ideal. "Denn nur was man kennt, das schützt man auch."

Auch Christian-Frank Knobloch steht hinter dem Projekt. Sein neues Postkarten-Motiv repräsentiert hingegen nicht das im Wandel begriffene Umweltbewusstsein vieler Reichenbacher, sondern den Wandel des Stadtbilds. "Reichenbachs Architektur aus dem 19. Jahrhundert hat ihren Charme. Aber Reichenbach ist in die Moderne aufgebrochen. Das sieht man an vielen Ecken." Deshalb hat der Aktionskünstler und Maler seine Pläne geändert und statt einer der beiden Stadtkirchen den futuristisch daherkommenden Stadtwerke-Anbau als Beispiel des Wandels in Petrol verewigt.

"Früher galt Reichenbach eher als dreckig und dunkel. Wir sind aber auf dem Weg zu einer grünen und freundlichen Stadt, die die Herausforderungen der Gegenwart als Chance begreift und alle dazu einlädt, sie zu nutzen", kommentiert der Maler seine Motivwahl. Als bekennender Lokalpatriot hält Christian-Frank Knobloch auch andernorts immer wieder die Reichenbacher Fahne hoch. Zuletzt mit Bildern und Spontankunst in Bayern beim Kunst- und Kulturfestival Hoftex. In seiner Postkarten-Serie hat der Künstler bereits der Göltzschtalbrücke, der Burg Mylau, dem Wasserturm, der Vogtländischen Buchhandlung sowie einer Laga-Ansicht mit Peter-Paul-Kirche ein Denkmal gesetzt - alle Karten sind ab sofort auf dem Adventsmarkt erhältlich.

Die Postkarte kann noch bis 23. Dezember am Stand des Gewerbevereins auf dem Adventsmarkt zum Preis von 1,50 Euro gekauft werden, ein Euro des Erlöses fließt in die Baum-Pflanzaktion. Auch die Vogtländische Buchhandlung bietet die Karte an.

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