Projekt von Kirche und Stadt stärkt Familien

Mit Bildung, Beratung und Begleitung: Die Landeskirchliche Gemeinschaft hilft ab sofort bei der Bewältigung von Alltagsproblemen bis hin zur Organisation von Straßenfesten.

Reichenbach.

Am heutigen Dienstag gibt es im neuen Anbau der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Reichenbach eine besondere Premiere: 15 Uhr begrüßt Elke Göbel an der Kirchgasse erstmals Gäste im ebenfalls neuen Beratungs-Café, das sich künftig jeden Dienstag als ein Angebot von vielen im Rahmen des Projektes "Eltern(s)pass" an Familien wendet. "Das Café ist eine Möglichkeit, in einer entspannten Atmosphäre mit uns in Kontakt zu treten - etwa wenn sich Probleme oder Konflikte abzeichnen", sagt die Projektleiterin und berichtet über ein auf zwei Jahre angelegtes Angebot, das sich an Reichenbacher Familien richtet und kostenlos ist.

Dabei setzt das von der Stadt Reichenbach unterstützte, durch EU-Gelder geförderte und jüngst angelaufene Projekt unter dem Stichwort "Soziale Integration - Reichenbach verbindet" auf drei Säulen - Bildung, Beratung und Begleitung. "Vorrangig geht es uns darum, über die ersten beiden Säulen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Wenn es notwendig ist, dann helfen wir auch darüber hinaus", sagt Elke Göbel, die als ausgebildete Erzieherin und Familienhelferin auf die Unterstützung einer Handvoll Ehrenamtlicher zurückgreifen kann. Denkbar ist die direkte Hilfe bei schwierigen Behördenterminen, entscheidenden Gesprächen in Schule oder Kita oder auf dem Arbeitsamt. Grundsätzlich ist jede Hilfe denkbar. So hat Elke Göbel bereits ein Kind von der Kita abgeholt oder einer alleinstehenden Mutter von vier Kindern bei der Wohnungssuche geholfen: "Bezahlbaren und passenden Wohnraum zu bekommen, ist gar nicht so einfach."

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Elke Göbel hat sich nach der erfolgreichen Bewerbung um Projektfördergelder bereits mit den Hilfe-Angeboten etwa bei Kita-Trägern vorgestellt. "Da habe ich offene Türen eingerannt, der Bedarf ist da. Bekannt ist das schon länger, jetzt endlich können wir für die Familien, für die Menschen in dieser Form da sein", informiert die Projektleiterin über weitere Informationsbesuche, etwa in den Schulen. Dabei geht es darum, Problemfälle kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Als Angebote zum Kontakteknüpfen verstehen sich auch Workshops und Seminare, die sich ab sofort in jeweils mehreren Einheiten mit Themen wie Konsequente Erziehung, Umgang mit Finanzen, Konfliktbewältigungs-Strategien, Entwicklungsphasen von Kindern, Lebern in Patchworkfamilien, gelingende Partnerschaft, Werte und Normen finden und leben oder gelingender Medienkonsum beschäftigen. Ein erster Workshop ist am Montag angelaufen, Interessenten sind jeweils Montag, 19.30 Uhr, willkommen. Ganz konkrete Beratung gibt es etwa beim Ausfüllen von verzwickten Anträgen, bei finanziellen Schwierigkeiten, bei Konflikten in der Familie, bei schulischen oder beruflichen Problemen oder zu Schul-, Aus- oder Weiterbildungsfragen.

Elke Göbel strebt darüber hinaus die Vernetzung der hilfesuchenden Familien untereinander an. "Das kann zu Verbindungen führen, die länger tragen als solch ein Projekt", sagt die Projektleiterin. In diesem Sinne soll es zudem Unterstützung von Wohngemeinschaften geben - beispielsweise bei der Organisation von Kinderfesten auf der Straße. "Da kann sich jeder einbringen, wir sehen dann, was wir dazu beitragen können." Wer diesbezüglich Kontakt zu Elke Göbel sucht, ist beim Projektkinderfest am 5. Juli in der Innenstadt richtig - oder im Beratungs-Café und auf diesem Weg:

Kontakt: Elke Göbel, E-Mail: esf.elke.goebel.rc@web.de/Telefon: 0176 34508268.

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