RAD-Paket kostet 72.000 Euro mehr

Die Stadt Reichenbach bindet Winterdienst, Straßenreinigung, Grünpflege und Straßenbeleuchtung für 1,41 Millionen Euro. Dabei gibt es Neues, und manches fällt weg.

Reichenbach.

Die Stadt Reichenbach beauftragt 2019 die Regionale Aufbau- und Dienstleistungsgesellschaft (RAD) mit Arbeiten für Winterdienst, Straßenreinigung, Grünpflege und Straßenbeleuchtung im Wert von 1,41 Millionen Euro. Im Vergleich zu diesem Jahr sind das rund 72.000 Euro mehr. Die Mehrkosten resultieren zu 57.000 Euro aus einer Erhöhung von 4,13 Prozent gemäß der geltenden Preisgleitklausel und zu 25.000 Euro aus gestiegenen Entsorgungskosten.

Gegenüber 2018 wird dabei einiges umgeschichtet. Im Straßenwinterdienst werden dabei rund 9200 Euro Mehrkosten kalkuliert, weil sich die 75 Touren um 464 auf 13.544 Kilometer verlängern. Bei der Papierkorbleerung sollen knapp 6400 Euro eingespart werden. Laut Sachgebietsleiter Michael Forster habe man die Leerungszyklen optimiert, womit 5300 der bislang 32.600 Leerungen wegfallen. Die Geräte auf Spielplätzen sollen 2019 nur noch einmal pro Woche kontrolliert werden; das spart 2900 Euro. Bei der Rasenmahd kommen elf Hektar neu hinzu; daraus resultieren Mehrkosten von 12.5000 Euro. Elf neue Blumentürme und -kaskaden bescheren Mehrkosten von 5400 Euro. 5600 Euro lassen sich dagegen einsparen, wenn die Beetanlage am Wasserturm eine Dauerbepflanzung erhält und die Beete in der Anlage in Friesen und an der Platanenstraße wegfallen. Bei der Straßenbeleuchtung wachsen sich alte Betonmasten und marode Leitungen zum Problem aus. Hier hilft nur ein Komplettaustausch.

Henry Ruß (Linke) erinnerte in der jüngsten Stadtratssitzung an den beschlossenen schrittweisen Verzicht auf den Unkrautvernichter Glyphosat. Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) erklärte, dass dafür noch ein Konzept erarbeitet wird. Volker Liskowsky (Grüne) witterte einen Interessenkonflikt, wenn die RAD mit der Baumschau und mit der Fällung beauftragt werde. Baufachbereichsleiter Sven Hörning antwortete, dass die Baumfällungen ausgeschrieben werden und dort auch andere Firmen zum Zuge kommen. Veit Bursian (FDP) fragte, wie Reichenbach den Wegfall der Grüngutsammlung des Landkreises kompensieren könne. Der OB will dazu prüfen, inwieweit ein kostenpflichtiges Angebot über die RAD möglich ist.

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