Rarität: Neue Göltzschtalbrücken-Medaille aufgetaucht

Die Rarität sollte zur inzwischen abgesagten Münzbörse am Sonntag im Neuberinhaus gezeigt werden. Für Bestellungen anderer Raritäten nutzt der Numismatische Verein nun andere Wege.

Reichenbach.

An die 30 Aussteller aus so ziemlich allen Ecken Deutschlands standen schon in den Startlöchern. "Wir müssen leider allen für Sonntag absagen. Aber wir wollen die Veranstaltung so schnell wie möglich nachholen", kommentiert Andreas Keßler, der Schatzmeister des Numismatischen Vereins Reichenbach, die jetzt getroffene Entscheidung: Die für Sonntag im Neuberinhaus geplante Münzbörse findet definitiv nicht statt - obwohl sie aufgrund der erst in der nächsten Woche geltenden neuen Corona-Bestimmungen noch hätte steigen können. "Es wäre aber angesichts der nun überall greifenden neuen Maßnahmen kein gutes Zeichen gewesen", gibt der Schatzmeister die mit Neuberinhaus-Chef Ronald Böhm gemeinsam getroffene Entscheidung wieder.

Die traditionell etwa 150 Besucher der Börse müssen sich nun bis Ende des Jahres oder Anfang 2021 gedulden, um Sammlungen und Einzelstücke schätzen zu lassen oder bei den Händlern hinsichtlich eines Neuerwerbs fündig zu werden. Nicht gezeigt wird am Sonntag damit auch eine jetzt wiederentdeckte Rarität: Ein Sammler aus Waldkirchen hat sich nach der jüngsten Berichterstattung in Zusammenhang mit der Medaille zur Schlusssteinlegung der Göltzschtalbrücke beim Verein gemeldet und eine weitere Brückenmedaille vorgelegt. "Die kannte bisher niemand von uns. Wir hätten sie am Sonntag gerne erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Aber das holen wir auf jeden Fall beim nächsten Termin nach", kündigt Andreas Keßler an. Derzeit bemüht sich der Verein, das Alter der Medaille zu bestimmen sowie Hinweise zu ihrer Herkunft und ihrer Auflage zu ermitteln - Angaben, über die der Besitzer nicht informieren konnte.

Über mehr Informationen verfügt der Verein im Fall der jüngst im Hinblick auf eine Neuauflage vorgestellten Medaille zur Schlusssteinlegung der Brücke. Diese war vor 170 Jahren an die Maurer des Bauwerks übergeben worden. Der Verein plant, die Medaille mit Unterstützung der Stadt Reichenbach in Aluminium, Kupfer, Kaiserzinn und Silber zu prägen. Die Stückzahlen der Replik hängen indes von der Höhe der konkreten Nachfrage ab, für die auch das Interesse auf der Münzbörse Indiz sein sollte. Vorbestellungen nimmt der Verein nun aufgrund des Ausfalls der Veranstaltung via E-Mail oder telefonisch entgegen. Das gilt ebenso für die Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland, die es in Fünf-, Zehn- und 20-Euro-Varianten gibt. Auch dieser von der Volksbank unterstützte Service sollte die Münzbörse bereichern.

Bestell-Service Bestellungen für die Medaille zur Brücken-Schlusssteinlegung und die Gedenkmünzen nimmt Schatzmeister Andreas Keßler via E-Mail: akmylau@yahoo.de und telefonisch (03765 3878-42700) entgegen.

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