Reichenbach: Nachholbedarf bei Ersatz des alten Kanalnetzes

Der Abwasserzweckverband Reichenbacher Land plant für 2021 drei größere Vorhaben. Die Gebühren bleiben unverändert.

Reichenbach.

Investitionen im Umfang von rund 1,77 Millionen Euro sieht der Haushalt des Abwasserzweckverbandes Reichenbacher Land (AZV) für 2021 vor, den die Verbandsversammlung am Dienstag im Grünen Saal des Reichenbacher Rathauses einstimmig beschlossen hat.

Zur Werterhaltung des Anlagevermögens sei es erforderlich, dass die Investitionssumme in etwa den Abschreibungen entspricht, die bei 1,6 Millionen Euro im Jahr liegen. Wesentliche Aufgabe in den nächsten Jahren werde es laut AZV-Geschäftsführerin Viola Haubenreißer sein, Ersatzinvestitionen im rund 150 Kilometer langen Altkanalnetz sowie an den Bauwerken des Verbandes vorzunehmen. "Gerade in Reichenbach gibt es großen Nachholbedarf", hielt der Verbandsvorsitzende, Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU), fest.

Für 2021 stehen im Haushalt zwei konkrete Bauvorhaben. Zum einen soll für 500.000 Euro der Mischwasserkanal in der Weststraße in Reichenbach erneuert werden. Zum anderen wird mit 850.000 Euro im 2. Bauabschnitt die neu konzipierte Abwasserentsorgung für den Ortsteil Friesen mittels Druckleitung über den Obermylauer Berg fertiggestellt. Laut Haubenreißer komme noch eine Maßnahme in Mylau hinzu. In Zusammenhang mit dem Vogtlandkreis als Straßenbaulastträger werde der AZV dort die Hainstraße Richtung Rotschau abschnittsweise bauen. Für unvorhersehbare allgemeine Maßnahmen in den Ortsnetzen sind 350.000 Euro eingeplant. Hinzu kommen 50.000 Euro für Abwasseranlagen.

In den nächsten Jahren rufe auch die Kanalerneuerung an der Oberreichenbacher Straße sowie an der Cunsdorfer und der Kneippstraße, erinnerte Raphael Kürzinger. Zum Glück gebe es im AZV aber kurze Wege und man könne schnell auf Entwicklungen reagieren.

Was die Erträge angeht, so stellen die Abwassergebühren mit 2,1 Millionen Euro die größte Position dar. 220.000 Euro Einnahmen kommen von verbandsfremden Einleitern, konkret aus den Industrie- und Gewerbegebieten an der Autobahn bei Reichenbach (PIA).

Obwohl die Einwohneranzahl im Verbandsgebiet stetig sinkt, habe das laut Viola Haubenreißer kaum Auswirkungen auf die Abwassermenge. Die Abwassergebühren bleiben, wie 2019 beschlossen, bis Ende 2023 in Reichenbach, Netzschkau und Limbach stabil.

Die Verschuldung des ASV liegt zum 1. Januar 2021 bei 17,35 Millionen Euro. Die Tilgung beträgt nächstes Jahr 568.000 Euro.

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