Reichenbach: Noch kein Konzept gegen Unkraut

Nach dem Glyphosat- Ausstieg debattiert der Stadtrat. Wird die Stadt grüner oder sieht es "einfach liederlich" aus?

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Zeitungss
    11.07.2020

    @Friesner: Ich widerspreche Ihnen in keinem einzigen Punkt. Was die Ansiedlung der Kältetechnik betrifft, warten wir es ab, bei der Post war bekanntlich auch schon alles in Sack und Tüten. Es ist eher zu befürchten, dass die Anwohner der geplanten Ansiedlung die Befürchtung haben, es wird zu kalt im Wohnviertel und auf die Straße gehen, in Deutschland ist es inzwischen Verfahrenskultur und wird an fast jeder Ecke praktiziert. Beispiele muss ich sicherlich nicht aufzählen, es gäbe genug.
    Trotzdem wäre die Ansiedlung eine Bereicherung für die Stadt, da sind wir uns wohl 100% einig. So wie die Umgestaltung des ehemaligen Bahnbetriebswerkes sollte es nicht enden, es waren Lacher der Spitzenklasse, was der eine oder andere Bürger noch nicht vergessen hat.

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    ralf66
    11.07.2020

    Der Glyphosatstreit ist einfach nur lästig, es widert einen an mit welcher falschen Sicht auf die Dinge verfahren wird.
    Die Gemeinden setzten sich in Punkto Unkrautbekämpfung grüne Umweltziele die nichts oder sehr wenig bewirken, keine wirklichen Alternativen vorhanden sind anders zu verfahren, ja jetzt sogar die Aussage dahingehend geht, da sieht's eben nicht mehr so sauber aus in den Gemeinden ist doch egal, eine Schande ist das und warum, wegen Lobbyismus und Geld, dass stehen im Vordergrund jedes vernünftigen Denkens. Es gab mal eine Zeit da war man der Ansicht, 20 Besen ersetzen eine Kehrmaschine, heute hat man für die Kehrmaschine kein Geld und auch kein Geld für zwanzig Besen mit der dazugehörigen Bedienung, man entfernt sich immer mehr von bisherigen Regeln und Handlungsweisen zu einer allgemeinen Gleichgültigkeit, die man aus Entwicklungsländern oder aus Südosteuropa kennt. Die Glyphosatdiskussion in den Gemeinden halte ich deswegen für Unsinn, weil dort wo Glyphosat in den Gemeinden eingesetzt wurde, dass ist niemals zu vergleichen mit dem Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft, im Garten- und Obstbau, dort wird Clyphosat flächendeckend eingesetzt, ganze Felder werden nach der Ernte mit Glyphosat gespritzt um nur noch eineggen zu müssen und dann wieder säen zu können, dieser Einsatz des so giftigen Glyphosat findet unmittelbar in der Nahrungskette des Menschen statt, dort werden großflächig Insekten dezimiert und nicht bei der Unkrautbekämpfung auf Straßen, Wegen und Plätzen der Gemeinden.
    Wie unwirklich und Widersprüchlich doch grüne Umweltziele sind die auf biegen und brechen durchgesetzt werden kann man an der Glyphosatdebatte sehen.

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    Friesner
    11.07.2020

    @Zeitungss:
    Da haben Sie ja auch Recht. Nur habe ich Ihren Beitrag so verstanden, dass Reichenbach schuld am Verfall der beiden Gebäude ist. Beide Gebäude standen nie im Eigentum der Stadt. Insoweit konnten seitens der Stadt auch keine Auflagen für den Eigentümer erfolgen. Und die Rettung des Dachs (über das Wie und die Auflagen dazu kann man streiten) der Post dient deren Erhaltung. Ich halte es für wichtig, dieses Gebäude unbedingt zu erhalten. Denn ein Eigentümer dürfte nunmal sein Gebäude auch verfallen lassen (Art. 14 GG). Sollte noch einmal Geld gefordert werden, dann sollten die Bedingungen hierfür aber andere (strengere, mit der Möglichkeit auch einen gewissen Druck auszuüben) sein. Da bin ich ganz bei Ihnen.
    Aber dass sich die Stadtspitze hier keine Gedanken macht, ist nicht richtig.
    Würden Sie der Stadt empfehlen dieses Gebäude zu kaufen? Beispielsweise im Rahmen des Vorkaufsrechts? Und sollte die Stadt vielleicht auch den Bahnhof kaufen? Und dann? Was machen wir mit den beiden Gebäuden?

    Aufgabe der Stadt ist diese attraktiv für Unternehmer und Anwohner zu gestalten. Mit steigender Attraktivität kommt auch das Interesse der irgendwo wohnenden Eigentümer dieser Gebäude, aus diesen etwas zu machen oder aber diese dann an einen neuen (tatsächlichen) Investor zu verkaufen. Dann muss auch nicht die Stadt alle Immobilien besitzen und deren Sanierung bezahlen.
    Diese Art von Geschäftsleuten hat kein Interesse an einer schönen Fassade und damit einhergehend an einem guten Gesamtbild der Stadt. Die wollen Geld verdienen. Am Ende des Projekts muss ein + stehen. Stünde die Post in Leipzig, so wäre sie längst saniert. Aber nicht durch die Stadt oder Druck auf den Eigentümer, vielmehr aufgrund des Eigeninteresse des Eigentümers (Gewinnerzielungsabsicht). Die Stadt muss vielmehr dem Eigentümer einen Grund bieten, in seine Gebäude zu investieren. Die Errichtung des Kompetenzzentrum für Klima- und Kältetechnik in Reichenbach könnte beispielsweise eine Chance diesbezüglich sein.

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    Zeitungss
    11.07.2020

    @Friesner: Nein, habe ich nicht, ich habe allerdings auch nicht die Voraussetzungen dafür geschaffen. In den beiden Fällen sind es Überbleibsel der Privatisierung, welche bekanntlich bis ins Detail geregelt ist. Besitzerwechsel ohne jede Auflagen dürften die Sache begünstigt haben. Wer aus dem Norden wollte gleich aus der Post einen Tempel machen ??? Die Besitzverhältnisse vom Bahnhof sind auch nicht ganz gehäuerlich. Die Postdachsanierung trägt erst einmal der Steuerzahler, oder wer ??? Eines Tages steht der Abriss des Bahnhofes an - Steuerzahler.
    Für Lösungen gibt es die Stadtspitze, dafür wird sie bezahlt und braucht nicht die Einwohner als Berater. Wenn dieser Staat sich mit seinen Gesetzen den Zugriff selbst verbaut und in der Mitte aufhört, sieht das Ergebnis so aus.

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    Friesner
    10.07.2020

    @Zeitungss
    Haben Sie eine Idee wie man die privaten Eigentümer der beiden von Ihnen benannten Gebäude dazu bewegen kann in diese zu investieren? Es lässt sich so leicht kritisieren, viel schwerer ist es Lösungen dafür anzubieten....

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    Zeitungss
    10.07.2020

    Reichenbach und Konzepte, man sehe sich in der Stadt ganz einfach um. Die Parkraumbewirtschaftung hat einen besonderen Stellenwert, wie der FP in den letzten Tagen zu entnehmen war, was für mögliche Besucher schon einmal ein besonderer Anziehungspunkt ist. Man ist soweit fertig, dass selbst Pflege- und andere Versorgungsdienste bei ihrer Arbeit "abgefettet" und durch den OB und den Stadtrat "kriminalisiert" werden. Der Besucher darf sich natürlich selbst seine Meinung über den Ort der Anziehung machen. Der in Teilen bergmännisch abgestützte Bahnhof, das verfallende Postgebäude usw. sind schon einmal einladend, auf Unkraut und mit welchen Mitteln es bekämpft werden soll, kommt es nun wirklich nicht mehr an.

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    Tauchsieder
    10.07.2020

    Typisch Kommunalpolitik, den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht. Was denen alles im Nachhinein einfällt, was im Vorfeld hätte geklärt werden müssen. Hauptsache man hat irgendwie versucht grüne Ideen im Stadtrat umzusetzen. Sollen doch mal die Protagonisten der Ablehnung von Glyphosat jetzt Lösungen aufzeigen.