Scholas macht alle Gegner nass

Die Paddel-Crew der Feuerwehr hat die traditionelle Brühtrog-Wettfahrt auf dem Dorfteich gewonnen. Die Dorfgemeinschaft stieß auch aus einem zweiten Grund an.

Scholas.

Eine Welle der Begeisterung schwappte am Samstag über den Dorfteich. Die Paddel-Crew der Scholaser Ortsfeuerwehr hatte soeben die traditionelle Brühtrog-Wettfahrt gewonnen. Anlässlich des Dorf- und Feuerwehrfestes waren zehn Teams gegeneinander angetreten. Grund zum doppelten Jubel: Ausgerechnet zum 20. Jahrestag der Wiedergründung der Scholaser Wehr schlugen die Gastgeber als Erste im Ziel an. Seitdem es den Gaudi-Wettbewerb in Scholas gibt - es war die 19. Auflage - gewannen die Gastgeber erst zum zweiten Mal.

Als die Sieger jubelten, schauten die Titelverteidiger aus Losa nur zu. In einem spannenden Duell mussten sie die Kameraden der Jocketaer Wehr ziehen lassen. Letztere wühlten im Finale das Teichwasser gehörig auf. Für den Platz an der Sonne hatte es dennoch nicht gereicht.

Am Ende nahmen die Finalisten ein feuchtfröhliches Bad im Löschteich. Erstmals gab es auch einen Preis für den "besten Abgang" beim unfreiwilligen Kentern. Die höchste Bewertung in dieser Kategorie bekam die Einsatztruppe aus Görschnitz. Nachdem das letzte Wasser aus den Stiefeln gekippt war, ging's zur Geruchs-Neutralisierung unter die Dusche.

Die Schaulustigen an den Biertisch-Garnituren hatten ihren Spaß. Schon vor der ersten Wettfahrt sicherten sie sich einen der begehrten Plätze unter den Pavillon-Zelten. Den Kuchen lieferten wie auch in den vergangenen Jahren die Frauen vom Dorfgemeinschafts-Verein.

Noch bevor Elsterbergs stellvertretender Bürgermeister Sven Haller das Bierfass anstach, wurden verdienstvolle Kameraden geehrt. Allen voran Siegfried Richter. Der Cunsdorfer ist 60 Jahre Mitglied der Feuerwehr. Glückwünsche für ihr 40-jähriges Dienstjubiläum nahmen die Kameraden Christian Teubert (Coschütz), Manfred Kober und Jürgen Hermann (beide Kleingera) entgegen. Seit 25 Jahren ist der Cunsdorfer Mike Schumann im Einsatz.

Bevor am Abend die Tanzfläche neben dem "Haus am See" freigegeben wurde, half Frieder Funke im Schankwagen. Zusammen mit Gleichgesinnten hatte der Scholaser vor 20 Jahren die zündende Idee, die Freiwillige Ortswehr neu zu beleben. "In den 80er-Jahren ist das hier alles eingeschlafen." Heute gehören wieder 22 Mitglieder - darunter 15 aktive - zur Scholaser Wehr. Einsätze im Ort gibt es kaum, erzählte Wehrleiter Steffen Böckel. Für den Ernstfall steht im Gerätehaus eine Tragkraft-Spritze mit Anhängerkupplung bereit. "Wir sichern das jährliche Höhenfeuer mit ab." Als 2013 das Hochwasser kam, packten die Scholaser im Einsatzgebiet zu.

Sylvia Hühn ist froh, dass es die Wehr im 90 Seelen zählenden Dorf wieder gibt. Seit zehn Jahren ist sie die Vorsitzende des Dorfgemeinschafts-Vereins. "Die Kameraden helfen, wo sie können. Das schweißt die Menschen zusammen."

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