Schotterpiste wird grundhaft gebaut

Die Gabelsbergerstraße in Reichenbach soll ab August auf 470 Metern Länge komplett erneuert werden. Rund eine Million Euro ist dafür nötig.

Reichenbach.

Einstimmig haben die Reichenbacher Stadträte jetzt beschlossen, die Gabelsbergerstraße zwischen Liebaustraße und Vater-Jahn-Straße zu erneuern.

Die größtenteils unbefestigte Verkehrsfläche, die auf Platz 3 der aktuellen Prioritätenliste für den Straßenbau in Reichenbach steht, wurde bei einem Unwetter am 24. Mai 2018 durch wild abfließendes Regenwasser aus der Hanglage stark ausgespült. Die Massen lagerten sich in den angrenzenden Straße ab. Starke Unebenheiten erschweren das Befahren. Die Straßenentwässerung funktioniert nicht mehr. Es besteht die Gefahr weiterer Erosion.


Deshalb hat sich die Stadt nun den grundhaften Ausbau der rund 470 Meter langen Anliegerstraße auf die Fahnen geschrieben. Eine Sonderausschüttung des Freistaates Sachsen für die Beseitigung der Starkregenschäden vom Mai 2018 macht es möglich. Für den Straßenbau werden Kosten von 950.000 Euro veranschlagt. Die Förderung beträgt 90 Prozent. Komplett erneuert wird auch die Straßenbeleuchtung. Die Kosten von 40.000 Euro werden zu 80 Prozent gefördert. Für die LED-Leuchten fließen EU-Mittel im Bereich Energieeffizienz.

Im Zuge des Bauvorhabens werden sämtliche Medien ausgetauscht, erklärte Hubert Greger, Amtsleiter Hoch- und Tiefbau. Der bestehende Mischwasserkanal wird durch den AZV Reichenbacher Land erneuert. Für die Oberflächenentwässerung werden die geplanten Mischwasserkanäle des AZV genutzt. Der Zweckverband Wasser Abwasser Vogtland erneuert die vorhandene Trinkwasserleitung, die Stadtwerke Reichenbach verlegen neue Gas- und Elektro-Leitungen. Die Telekommunikationsanbieter werden sich sicher anschließen, hieß es.

Greger verwies auf die relativ lange Bauzeit. Vorausgesetzt, dass sich Bieter finden, soll im Juli die Vergabe erfolgen. Gebaut werde dann ab August 2019 bis Ende November 2020. Eine abschnittsweise Vollsperrung sei dabei unumgänglich. Beginnen wolle man im unteren Bereich ab Vater-Jahn-Straße. Ob parallel auch ab Liebaustraße gebaut werden kann, sei noch zu entscheiden.

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