Schritt für Schritt schnelles Surfen

Seit über einem Jahr wird Auerbach für die Versorgung mit schnellem Internet umgegraben. Bis Jahresende soll der Breitbandausbau abgeschlossen sein. Weiße Flecken wird es auch dann noch geben.

Auerbach.

Schon zweimal ist der Termin für den Abschluss des Breitbandausbaus in Auerbach verschoben worden: Sollte das schnelle Surfen zunächst ab März möglich sein, wurde der Termin vom Landkreis, der das Projekt koordiniert und von der Telekom erledigen lässt, auf Sommer verschoben. Schließlich wurde "Ende 2020" kommuniziert. "Die jüngste Aussage lautet, dass es dabei bleibt", informierte Patrick Zschiesche, Fachbereichsleiter Bauwesen/Liegenschaften.

Seit Frühjahr 2019 sind die Bautrupps in Auerbach unterwegs. Insgesamt sind mehr als 140 Kilometer Leerrohre zu verlegen und 147 Netzverteilkästen zu installieren, über die knapp 3700 Grundstücke versorgt werden - vom Einfamilienhaus bis zum Wohnblock mit einem Dutzend Haushalte. Alles in allem lief der Ausbau bislang gut, so die Einschätzung im Rathaus. "Wir müssen aber hinterher sein, allzu wildes Bauen unterbinden und auch mal auf Nacharbeit beharren, damit ein Fußweg begehbar bleibt", berichtet Kerstin Petzold, im Rathaus zuständig für Tiefbau. Aber nicht bei jeder Baustelle, die aussieht, als sei dort Pfusch hinterlassen worden, sei das der Fall: "Oft wurden Gräben, in denen Leerrohre verlegt wurden, nur provisorisch verschlossen, weil sie für bestimmte Arbeiten erneut geöffnet werden müssen."

Die vielen Baustellen haben einen Nebeneffekt: "Obwohl im Vorfeld 93 Prozent der Grundstückseigentümer Interesse bekundet hatten, sich Glasfaserkabel bis ins Haus legen zu lassen, haben manche erst jetzt mitbekommen, worum es bei den Schachtarbeiten vor ihrer Haustür geht", berichtet Petzold. Die Folge: Anfragen im Rathaus, ob ein Haus noch angeschlossen werden könne. "Wir leiten alles weiter. Aber die Planung der Telekom ist durch. Was nachträglich möglich ist, hängt von den vor Ort verfügbaren Kapazitäten ab", sagt Zschiesche.

Im September werden die ersten Netzverteiler aufgeschaltet. Schnelles Surfen mit bis zu 50 Mbit/s heißt das aber noch nicht - dafür ist ein entsprechender Vertrag die Voraussetzung. Und weiße Flecken bei der Versorgung mit schnellem Internet wird es auch danach noch geben. Die will der Landkreis in der nächsten Ausbaustufe tilgen.

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