So bunt wird die neue Spielzeit

Verliebte Vögel, Auto-Lieder und Klassiker: Schauspiel, Ballett, Konzert und Musiktheater überraschen das Publikum der Bühnen Plauen-Zwickau mit allerhand Neuinszenierungen.

Plauen.

Das Theater Plauen-Zwickau pflegt sein Publikum. Deshalb hält es außer den geplanten Inszenierungen zusätzliche Angebote bereit, um die Menschen für das Theater zu gewinnen. Dies und jede Menge anderer Neuigkeiten erfuhren die Besucher bei der Vorstellung "Vorhang auf" am Sonntagabend. Generalintendant Roland May führte durch das Programm, und die Chefs der einzelnen Sparten informierten über die bevorstehenden Ereignisse. Dazu zeigten Akteure aus einigen Inszenierungen kleine Ausschnitte.

Acht Sinfoniekonzerte wird das Philharmonische Orchester Plauen Zwickau in dieser Spielzeit anbieten. In jedem Monat wird das jeweilige Konzert unter einem Motto stehen oder einer Persönlichkeit des Musiklebens gewidmet sein. Zum 120-jährigen Bestehen des Vogtlandtheaters wird es am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, gewissermaßen ein "staatstragendes Programm" geben, zu dem die bekannte Sopranistin Dagmar Schellenberger eingeladen ist. Theater und Tag der Deutschen Einheit passten zueinander, so May, weil der Kunsttempel in den Tagen der Wiedervereinigung ein gewisser Katalysator gewesen sei. Andere Konzerte sind Leonard Bernstein, Peter Tschaikowski und Clara Wieck gewidmet.

Neben den Konzerten haben Orchester und Opernchor ein umfangreiches Programm in Ballett und Musiktheater zu bewältigen. So informierte Musikdirektor Jürgen Pöckel beispielsweise über neue Inszenierungen wie "Königskinder", "Aida" und "Die Zauberflöte". May erinnerte an die legendäre "Aida"-Freiluftaufführung vor etwa 17 Jahren im Parktheater, als ein leibhaftiger Elefant an der Bühne vorbeischritt. Das werde es jedoch in diesem Jahr nicht geben, sagte May. Stattdessen wird "Die Zauberflöte" am 2. Juli 2019 im Parktheater zu erleben sein. Darauf machten Bariton Sebastian Seitz und Sopranistin Maria Mitic ordentlich Appetit. Seitz suchte zwischendurch als Papageno in außergewöhnlicher Kostümierung seine Papagena. Er hielt im Publikum nach ihr Ausschau, sauste hinter die Kulissen und umarmte in seiner Euphorie offenbar versehentlich den Intendanten. Dann sangen Papageno und Papagena das bekannte Duett "Pa-Pa-Pa". Den ganz großen Operetten-Kracher werde es in diesem Jahr nicht geben, erklärte May. Denn "Das weiße Rössl" stehe trotz seines großen Erfolges erst einmal nicht wieder auf dem Programm.

Ballett-Direktorin Annett Göhre stellte ihr neunköpfiges Ensemble vor, darunter Tänzer aus Frankreich, Australien und Korea. Fürs Schauspiel waren die drei Akteurinnen Nadine Aßmann, Else Hennig und Anna Striesow mit einer Szene aus Anton Tschechows "Drei Schwestern" auf der Bühne. Premiere wird am 20. Oktober 2018 für "Hamlet" sein. Viel Applaus bekam Schauspieler Marcel Kaiser für seinen Vorgeschmack zu "Horch, was kommt von draußen rein", einem Liederabend zur Automobilgeschichte in Zwickau. Eine große Musikauswahl aus den vergangenen Jahrzehnten erwartet die Besucher am 28. Oktober 2018 auf der Kleinen Bühne.

Roland May erläuterte den Besuchern am Sonntag auch, wie viele Ideen das Theater verwirklicht, um Kinder und Jugendliche für sein Haus zu gewinnen. Musiker gehen in Schulen und Kindergärten und stellen Instrumente vor. Es gibt "Konzerte für junge Ohren" für Kinder ab vier Jahren. Schüler der Konservatorien sind in das Musikleben eingebunden. Angeboten werden auch verschiedene Theaterclubs und -gruppen sowie Projekte, öffentliche Proben und Führungen für Kinder.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...