Station C23 erhält Auftrag für Studie

Das Gelände rund um die Göltzschtalbrücke soll für Touristen zum Erlebnis werden. Vier Büros warfen den Hut in den Ring.

Netzschkau/Reichenbach.

Das Büro Station C23 aus Leipzig wird eine Machbarkeitsstudie für die touristische Erschließung des Göltzschtalbrückengeländes erarbeiten. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen dreistündigen Sitzung der Verwaltungsausschüsse von Netzschkau und Reichenbach vom Montagabend im Reichenbacher Ratssaal. Ziel ist, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt endlich zu einem internationalen Tourismusmagnet zu machen.

Vier Büros präsentierten ihre Angebote und beantworteten Fragen. Die Stadträte füllten eine Bewertungsmatrix aus, die Basis für die Vergabe war. "Das Prozedere ist notwendig, weil wir mit EU-Fördermitteln umgehen", erklärte Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein). Formell ist das Ganze ein Projekt der Stadt Netzschkau. Da ein gemeinsamer Zweckverband angestrebt wird, ist Reichenbach aber mit im Boot. Der Reichenbacher Ausschuss sah die Angebote der Station C23 und der KEM Kommunalentwicklung Sachsen gleichauf vorn und empfahl die Vergabe an einen der beiden. Der Netzsch-kauer Ausschuss votierte einstimmig für C23. Die Angebote der STEG Stadtentwicklung Dresden und der Agentur Realitätsverlust Reichenbach fanden weniger Zuspruch.

Hinter der Station C23 stehen Architekt Michael Rudolph und Landschaftsarchitektin Sigrun Langner, die ihre Wurzeln in Netzschkau und Neumark haben. Das Büro zählt zwölf Mitarbeiter. Es hatte 2004 die Landesgartenschau-Bewerbung für Reichenbach erstellt. Zu den zahlreichen Referenzen zählen das Tourismuskonzept für Wyhra sowie die Marktplätze von Netzschkau und Dommitzsch. Mit 37.235 Euro ist das Angebot der Station C23 zugleich das preiswerteste. Für die Studie sind 80 Prozent Fördermittel aus dem Leader-Programm bewilligt.

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