Vernissage vermittelt die Freude am Kreativsein

Die Ausstellung "Meine Träume" vereint 44 Bilder von Menschen mit Behinderung. Zu sehen ist sie im Dia-Shop Reichenbach.

Reichenbach.

Im Dia-Shop Secondhand-Einrichtungshaus im Reichenbacher Neubaugebiet ist am Dienstag die Ausstellung "Meine Träume" eröffnet worden. Sie vereint 44 Malereien und Zeichnungen von Menschen mit Behinderung aus den Göltzschtalwerkstätten der Diakonie Auerbach.

Drei der neun Künstler hatte Heinz Wüst, der Leiter des Kreativkurses, zur Vernissage mitgebracht: Mike Peßler, Michaela Schmalfuß und Andreas Ramm. Von Mike Peßler, der - wie Wüst berichtete - nach einem Skisportunfall in die Werkstatt kam, finden sich vier Bilder: "Der Gipfel", "Der Wal", "Hai im Riff" und eines ohne Titel. Alle in Acryl auf Leinwand. Kräftig in der Farbgebung. Die anfänglichen Hemmungen sieht man den Werken nicht an. Aktuell malt er Stillleben. "Obst und Pflanzen", sagte er. Ebenfalls vier Bilder steuerte Andreas Ramm bei, drei in Acryl, eines mit Wasserfarbe. "Anfangs hat er nur Bäume gemalt. Inzwischen Landschaften, sogar in Perspektive", erzählte Wüst. Für das Bild "Frühling am Fluss" stand eine Postkarte Pate. "Ich hab' bereits in der Schule gern gemalt und bin froh, im Kurs das Farbenmixen und die richtige Bleistiftführung gelernt zu haben", erklärte Ramm. Gleich acht Bilder zeigt Michaela Schmalfuß in der Ausstellung, mit Temperafarbe, Pastellkreide und Acryl. Landschaften und Tiere haben es ihr angetan. "Sie war es, die mich mit ihrem Talent vor zehn Jahren auf die Idee brachte, den Kreativzirkel zu gründen", erklärte Heinz Wüst. "Ich habe schon immer gemalt. Das macht Spaß", meinte die Künstlerin, die oft auch zu Hause weitermacht.


Es gehe weniger um große Kunst als darum, dass die Teilnehmer Freude haben, Techniken erlernen und ihr Können entwickeln, betonte Wüst. Der Kurs kommt alle 14 Tage an einem Vormittag zusammen. Die Gruppenstärke schwanke zwischen vier und zwölf Leuten. Je nach Lust und Laune. Denn es gibt ja noch andere Angebote in der Werkstatt.

Drucke der ausgestellten Werke können übrigens erworben werden. Entweder als einfacher Druck oder auf Holz aufgezogen. Für Interessenten liegt eine Liste im Dia-Shop aus. Der Erlös soll in den Weiterbestand des Projektes fließen.

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