Vogelfüttern ist auch für die Kleinsten eine wichtige Sache

Die Inhaber der Kräutergärtnerei Sagan waren zu Gast in der Kindertagesstätte Pfiffikus in Limbach. Sie hatten viele Tipps für die Kinder parat, auch für die Ganzjahresfütterung.

Limbach.

Arne ruft: "Ich bin der Vogelspezialist." Da hatte Katja Sagan die Vorschulgruppe der Kindertagesstätte Pfiffikus nach Vogelarten gefragt. Und tatsächlich: Arne erkennt Buntspecht, Kohlmeise, Blaumeise und andere der abgebildeten Vögel auf den Bildern. Als jemand zur Amsel Rabe sagt, korrigiert der Knirps sofort. Katja Sagan: "Du bist der erste, der die Amsel erkennt. Alle denken, das ist ein Rabe."

Katja Sagan ist mit ihrem Mann Rüdiger in den Kindergarten gekommen, um den Kindern das richtige Füttern von Vögeln zu erklären. Der Limbacher Kindergarten ist bereits der vierte in diesem Jahr. 2016/17 waren die Inhaber der Kräutergärtnerei in Brockau auch schon in Sachen Vogelfütterung unterwegs, "weil uns die Vögel am Herzen liegen", nennen sie als Grund.


Die Kinder aus Limbach sind richtig gut vorbereitet. "Wir haben ein Vogelprojekt. Gestern beim Morgenkreis haben wir als Projekteinstieg Memory gespielt. Arne kannte alle Vögel", verriet Erzieherin Tina Gerlach. Katja Sagan erzählte, warum die Vögel gefüttert werden, welches Futter geeignet ist, wo man Futterhäuschen aufstellt und dass man sich auch um die Futterstellen kümmern muss. "Das Futter darf nicht zu nass werden", erklärte die Fachfrau. Sie plädierte für die Ganzjahresfütterung, weil Vögel nicht mehr genug Futter finden. Früher hieß es, man darf nur im Winter füttern. "Die Ganzjahresfütterung findet immer mehr Befürworter", meint sie.

Nach den Erläuterungen durften die Kinder auch noch Vogelfutter in ihr Vogelhäuschen streuen und Meisenknödel aufhängen. "Die schwarzen Sonnenblumenkerne essen die meisten Vögel am liebsten. Kleinere Arten bevorzugen kleinere Körner. Für die Meisen sind Meisenknödel aber geeignet. Einige Arten mögen Nüsse oder Fettfutter", so Katja Sagan.

Für Überraschung sorgte die Idee, ein Häuschen mit Nüssen für Eichhörnchen aufzustellen. Das war für die Kinder und Erzieherin neu. "Dann fressen die Eichhörnchen den Vögeln das Futter nicht weg und ihr könnt sie schön beobachten", empfahl die Fachfrau. "Das Netz um die Meisenknödel gehört in den Abfall, wenn es leer ist, damit sich keine Tiere verletzen", gab Katja Sagan den Kindern mit auf den Weg.

Acht Kilogramm Vogelfutter bekam der Kindergarten noch als Geschenk übergeben. Damit kommen die Kinder noch eine Weile hin. Für die Erzieherin gab es noch einen Zettel mit den wichtigen Informationen zu Vögeln und ihrer Fütterung, dann kam die nächste Gruppe an die Reihe.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...