Vogtland Philharmonie spielt für guten Zweck

Der Mylauer Leonhart Krien leistete einen virtuosen Beitrag zum Benefizkonzert des Diakonievereins Carolinenfeld. Ein Traum wurde wahr.

Greiz.

Mit großem Orchester vor großem Publikum auftreten - der Traum eines jeden ehrgeizigen jungen Musikers ging Freitagabend in der Greizer Stadtkirche St. Marien für den Mylauer Trompeter Leonhart Krien in Erfüllung. Krien, Jahrgang 2002, zählte zu den Mitwirkenden beim Benefizkonzert der Vogtland Philharmonie zugunsten des Diakonievereins Carolinenfeld, der auch für die vogtlandweit bekannte Carolinenschule in Greiz-Obergrochlitz verantwortlich zeichnet.

Vor etwa 400 Zuhörern interpretierte Krien, der an der Musikschule Vogtland seit 2014 von Andreas Ebert unterrichtet wird, ein echtes Virtuosenstück: den Russischen Tanz des aus Potschappel bei Freital stammenden Komponisten und einstigen Ausnahmetrompeters Oskar Böhme (1870-1938). Der Vogtländer erfreute dabei mit schönem, schlankem Ton, flüssigen, rund klingenden Läufen und ruhig strömenden lyrischen Passagen. Auch das Zusammenspiel mit dem Orchester, das der Komponist ausgiebig und oft recht eigenwillig beschäftigte, gelang tadellos. Daran hatte der Gast am Dirigentenpult, Hans-Rainer Förster, einer der Wegbereiter der Vogtland Philharmonie und von 1992 bis 1994 erster Chefdirigent des Klangkörpers, entscheidenden Anteil. Förster vereinte - auch bei den anderen gebotenen Werken - Erfahrung, musterhafte Deutlichkeit und tief wurzelnde Musikalität. Leonhart Kriens reich mit Applaus belohnter Beitrag stand am Freitag in einer Reihe mit weiteren bemerkenswerten Leistungen.

Die südkoreanische Sopranistin Sooyeon Kim gestaltete packend bekannte kirchenmusikalische Werke von César Franck und Wolfgang Amadeus Mozart. Kantor Ralf Stiller meisterte an der Kreutzbach-Jehmlich Orgel souverän Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge BWV 547, und die Philharmonie bot - bald wunderbar kraftvoll, bald filigran - Proben aus Felix Mendelssohn Bartholdys Reformationssinfonie.

Höhepunkt der mit langem Beifall im Stehen bedachten Veranstaltung waren die gemeinsam von Schülern und Lehrern der Carolinenschule vorgetragenen, zum Teil vom Orchester begleiteten Lieder. Dazu zählten Gerhard Schönes "Alles muss klein beginnen" und Rolf Zuckowskis "Wie gut, dass es die Sonne gibt". Da waren eine beachtliche Mehrstimmigkeit, ein wohltuend frischer Gesamtklang und eine rege Abwechslung in Charakter und Sound zu erleben.

Das Greizer Benefizkonzert der Vogtland Philharmonie gibt es seit 2001. Der Erlös der jüngsten Auflage soll den Beratungsstellen des Diakaonievereins Carolinenfeld zugute kommen.

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