Vorschlag: Parken auf Flächen am Supermarkt

13 Bürger bei Stammtisch des OB - Bahnhof und fehlende Toiletten kritisiert

Reichenbach.

Die Parkplatzsituation im Neubaugebiet West verschärft sich Jahr für Jahr. Schichtarbeitern bleibe oft nur, in Sperrbereichen zu parken, hieß es beim Bürgerstammtisch von Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU), zu dem am Donnerstag 13 Bürger in die Begegnungsstätte am Nordhorner Platz gekommen waren.

"Das ist ein Thema in allen Wohngebieten", sagte Marco Luckner, Geschäftsführender Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Reichenbach. Sein Vorschlag: "Man müsste von 19 bis 8 Uhr die Parkplätze der Supermärkte freigeben." Er denke da an die Fläche am leer stehenden Diska im Neubaugebiet oder am Lidl im Wasserturmgebiet. Der OB erklärte: "Wir nehmen das mit und werden mit den Eigentümern über eine solche Time-Sharing-Möglichkeit sprechen." Knackpunkt dürften Versicherungsfragen sein, hieß es. Als die Wohngebiete einst geplant wurden, habe längst nicht jeder ein Auto gehabt.

Bürger kritisierten das Fehlen öffentlicher Toiletten in der Stadt. Raphael Kürzinger erklärte, man habe die meisten schließen müssen, weil es ein riesengroßes Vandalismus-Problem gebe. Im Bahnhof fielen die öffentlichen Toiletten weg, nachdem er an privat verkauft wurde. Aktuell gebe es nur noch die Toiletten im Rathaus-Innenhof sowie im Park der Generationen.

Generell sei der Zustand des Reichenbacher Bahnhofes unwürdig, hieß es. Der OB überraschte hierzu mit der Mitteilung, die Stadt habe dem Eigentümer ein Kaufangebot gemacht. "Wir wollen das Gebäude haben und entwickeln."

Ein weiteres Problem: Die Deutsche Bahn hat ihren Fahrscheinautomaten am Bahnhof entfernt. Angeblich gebe es Ferntickets am Automaten der Mitteldeutschen Regiobahn. Aber nirgendwo sonst in der Stadt. Ein Bürger erklärte, die Verkehrszentrale in Auerbach verkaufe deutschlandweit Bahntickets. So etwas sollte auch in Reichenbach möglich sein. Der OB will dazu Kontakt aufnehmen.

Eine Anwohnerin erklärte, der untere Ziegelweg im Wasserturmgebiet sei zur Rennstrecke geworden. Borden werden zerfahren. Ihr Vorschlag: Man sollte hier eine Einbahnstraße machen. Baufachbereichsleiter Sven Hörning vereinbarte mit ihr einen Ortstermin.

Weitere Themen waren die Lärmbelästigung und das Zuparken der Anwohnerparkplätze durch Lehrlinge des Internats des Berufsschulzentrums an der Moritz-Löscher-Straße, verwilderte Grundstücke, vernachlässigte Anwohnerpflichten, der traurige Zustand des Geländes an der Göltzschtalbrücke, die geplante Fußgängerzone in der Innenstadt sowie freies Internet.

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