Weidehaltung und Badefreude kollidieren

Ärger gibt es immer wieder am Badeteich in Irfersgrün. Eigentlich ist das kein Badegewässer. Ein neuerlicher Versuch, dort für Ordnung zu sorgen, ist vorerst gescheitert.

Irfersgrün.

Ein Schilderwald am Teich und trotzdem keine Lösung für die parkenden Autos: Darüber beklagten sich die Ortschaftsräte von Irfersgrün, die am Donnerstag zur Einwohnerversammlung eingeladen hatten. Gekommen waren aber nur wenige Bürger. Ortsvorsteherin Mandy Zisowsky vermutet, dass keiner die Einladung im Schaukasten gesehen habe. Der Schaukasten sei durch eine Baustelle zurzeit schwer zugänglich.

Zu besprechen gab es viel. Thomas Modes wollte sich nicht damit zufrieden geben, dass die Verkehrsbehörde des Landkreises den Antrag der Stadt Lengenfeld auf Aufstellen eines Parkschildes am Fahrbahnrand nicht genehmigt hatte, mit der Begründung, dass Bankett würde darunter leiden und die Gewährleistung für den gerade abgeschlossenen Straßenbau aufs Spiel setzen. Modes sagte dazu: "Bankette sind so herzurichten, dass Lkw darauf ausweichen können. Dafür sind Bankette schließlich da. Also muss auch Parken möglich sein." Er arbeitet als Polier in einem Bauunternehmen und hat beruflich viel mit Straßenbau zu tun. Obwohl das gewünschte Schild "Parken auf Seitenstreifen" nun nicht kommt, stehen dort auf wenigen Quadratmetern sechs Verkehrsschilder, monierte Modes außerdem. Die Parkmöglichkeit für Autos hätte sich der Ortschaftsrat gewünscht, damit das wilde Parken während der Badesaison endlich aufhört.

Der Teich an der Stangengrüner Straße ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Teich gehört der Stadt Lengenfeld. Das Baden erfolgt auf eigene Gefahr. Doch den Bereich zu ordnen, ist seit Jahren ein Dauerproblem, was auch am Verhalten der Badegäste liegt. Diese zerstören Weideanlagen, machen Feuer auf der Wiese und lassen ihre Abfälle liegen. Selbst liegende Badegäste mitten in der Kuhweide seien schon beobachtet worden. Ob der neue Pächter der Wiese, ein Landwirt aus Ebersbrunn, diesen Zustand in Zukunft widerspruchslos hinnimmt, sei fraglich, hieß es.

Helge Hackel fand es jedoch müßig, ständig darüber zu reden, was alles nicht geht: "Stattdessen müssen wir darüber reden, welche Lösungen möglich sind."

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