"Wir fühlen uns persönlich angegriffen"

Wahlen 2019: Andreas Dust sieht sich Anwürfen ausgesetzt, er schikaniere mit Kalkül Nachbarn. Der Einzelkandidat sagt: Wir reden hier aber über meinen Grund und Boden.

Neumark.

Nach zuletzt via Facebook geäußerten und jetzt erneuerten Vorwürfen, Andreas Dust stelle an seinem Wohnhaus am Reuther Schafweg persönliche Interessen über berechtigte Anliegen von Nachbarn und sei deshalb ungeeignet für ein öffentliches Amt, bezieht der Einzelkandidat für die Neumarker Bürgermeisterwahl Stellung. "Das ganze geht zu weit, zumal ich auch böse E-Mails bekomme. Wir fühlen uns hier auch als Familie persönlich angegriffen. Offenbar will da jemand aus unwahren Tatsachenbehauptungen Nutzen ziehen", sagt Andreas Dust und bezeichnet die Vorwürfe als üble Nachrede.

Nachdem auf "Neumark und friends" geäußert worden war, Dust habe seit dem Kauf des Hauses 2014 einen zwischen Gartenzaun und Feld entlangführenden und von den drei Nachbarparteien seit DDR-Zeiten genutzten Weg zu ihren Gärten immer wieder mit Fahrzeugen oder Holzstapeln gesperrt, wird ihm jetzt unterstellt, das mit Kalkül im Hinblick auf zwei der Gartengrundstücke zu tun. "Wahrscheinlich weil er die Grundstücke kaufen möchte, mit einem hat es ja schon funktioniert", sagt ein Mann, der sich als Freund eines Nachbarn bezeichnet. Aufgrund der Nähe zur unberührten Natur im Wassereinzugsgebiet des Waschteichs seien die Grundstücke "als Bauland mit unverbaubarem Blick und ohne direkte Nachbarn" ideal. Wer so agiere, der sei als Bürgermeister ungeeignet.

Auch aufgrund solcher Aussagen vermutet Andreas Dust, das seit Längerem belastete Verhältnis zu einem Nachbarn werde von anderen im Hinblick auf die Wahl ausgenutzt. Allerdings, betont der selbstständige Zimmerer, reden alle über seinen Grund und Boden - der Weg gehört den Dusts, ein Wegerecht gibt es nicht. "Ich wurde von vielen gefragt, warum ich den Weg nicht zumache. Das will ich aber schon der Spaziergänger wegen nicht. Von Schikane kann also keine Rede sein. Uns geht es auch nicht um die Grundstücke, das ist eine Unterstellung."

Richtig ist allerdings, dass die Dusts 2017 ein angrenzendes Gartengrundstück dazukauften - für Hühner, Gänse und Ziegen. Grund für Nachbar Claus Meißner, auf die Barrikaden zu gehen. "Mein Gartenzaun war für Hühnerhaltung nicht gedacht, der Lattenabstand war zu groß. Herr Dust schraubte daraufhin etwa 30 Latten an meinen Zaun, ohne mich zu fragen." Wer das tue, tauge nicht für das Bürgermeisteramt. Andreas Dust räumt ein, einige Latten angeschraubt zu haben. Allerdings waren es die lose hängenden Latten des klapprigen alten Zauns.

Für Zwist sorgt beispielsweise auch die Versorgung des Meißnerschen Grundstücks mit Strom - diese erfolgt seit DDR-Zeiten über das Haus der Familie. Auch im Hinblick auf Abrechnung und Zahlungsmodalitäten wollen die Dusts jetzt einen Nutzungsvertrag und einen separaten Anschluss für den Nachbarn. "Aber er sperrt sich gegen etwas, das heutzutage völlig normal ist. Und das wird ausgenutzt, um mich als Kandidaten zu diskreditieren. Und wer nichts Genaues darüber weiß, der glaubt das ganze Zeug auch noch", sagt Andreas Dust.

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