Zuchtschafe wechseln die Besitzer

Auf dem Schafmarkt in Waldkirchen waren Tiere aus Herdbuchzuchten zu haben. Das wusste auch ein Tierhalter aus dem Erzgebirge zu schätzen.

Waldkirchen.

Halter von Milchschafen gibt es nicht mehr viele. Die Mehrzahl der Tierhalter bevorzugt Fleischrassen. Jörg Mothes von der Marienhöher Milchproduktion stand trotzdem am Samstag mit seinen Ostfriesischen Milchschafen zum Schafmarkt nicht allein da. Es kamen einige Kunden und auch ein paar Zuschauer. Eltern mit ihren Kindern waren darunter und neugierige ältere Herrschaften, die einfach Freude an den Tieren haben und die Gelegenheit nutzten, in den Stall schauen zu dürfen.

Extra aus Eibenstock zum Markt war André Fuchs mit seiner Frau Kathrin angereist. Zwei Tiere hatte er sich in Waldkirchen ausgesucht: einen Bock und ein junges, weibliches Schaf von diesem Jahr. André Fuchs erklärte dazu: "Ich komme gern hierher, weil ich weiß, dass die Tiere aus einer Herdbuchzucht stammen und die Milchleistung der Tiere erfasst und damit auch kontrolliert wird." Er hält sich meist vier Muttertiere und einen Bock. "Bisher melke ich die Schafe nicht, aber ich würde damit gern anfangen, deshalb ist mir die Milchleistung der Tiere auch wichtig." Für ihre Schafe hat Familie Fuchs über den Winter ausreichend Futter. Fuchs weiter: "Aber für die Kühe reicht es nur bis Februar. Ich hoffe, dass jetzt im Herbst noch irgendetwas wächst, was wir ernten können, sonst weiß ich nicht, wie es weitergehen soll." Fuchs berichtete, dass es von Juni bis jetzt in Eibenstock insgesamt 17 Liter pro Quadratmeter geregnet hat, "also faktisch nichts". Es sei auch nichts gewachsen.

Die Sorge um das Winterfutter treibt die Landwirte um. Das weiß auch Jörg Mothes. Er sagt: "Viele Betriebe fangen schon jetzt an, Tiere zu schlachten, weil sie wissen, dass das Futter nicht reicht. Wenn nächstes Jahr wieder so ein Sommer kommt, wie dieser, dann weiß auch ich nicht, wie es hier weitergehen soll."

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