Zwei Sekunden fehlen zum Finale

Bei der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren in Aschaffenburg hat Carsten Diezel aus Neumark Platz 4 erreicht. Seine beste Platzierung überhaupt.

Neumark.

Mit Platz 4 bei der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren am Samstag in Aschaffenburg hat Carsten Diezel aus Neumark sein selbst gestecktes Ziel erreicht. Das hieß Halbfinale und damit mindestens Platz 6. Rang 4 unter 63 Startern ist seine beste Platzierung überhaupt im Championat. Aus den Vorjahren standen zwei siebente Plätze für ihn zu Buche. Das Daumendrücken von Eltern, Kumpel und Freundin, die mit nach Unterfranken gefahren waren, hatte sich gelohnt.

"Ich bin zufrieden. Aber es war auch ein bisschen schade. Immerhin bin ich nur um zwei Sekunden am Finale vorbeigeschrammt", sagt der 32-jährige Logistik-Meister, der in Greiz im Chemiewerk Nouryon arbeitet.

Die Aufgaben der Deutschen Meisterschaft waren im Vorfeld bekannt. Und so nutzte Diezel die Chance, bei der MV Fördertechnik in Blankenhain vor dem Saisonhöhepunkt zu üben. Dort hatte er am 18. Mai auch die Regionalmeisterschaft gewonnen.

Die Vorrunde in Aschaffenburg bestand aus drei Aufgaben. Dabei waren Minifässer, große Fässer und Getränkekisten zu bewegen. "Ich hatte nirgends die Topzeit, war aber überall gut. Das brachte mich in die nächste Runde. Am kniffligsten waren die Minifässer. Da braucht man ein genaues Auge und eine ruhige Hand", sagt Diezel. Im Viertelfinale waren Scheiben zu transportieren. "Die stehen wie Teller auf dem Gabelzinken und können leicht herunterrollen. Das ist mir auch passiert. Mein Durchgang war trotzdem der schnellste. Alle drei Starter kamen weiter, auch ich hab es über die Zeit ins Halbfinale geschafft", erzählt er. Hier waren Getränkepaletten zu bewegen. Carsten Diezel unterlag dabei im Duell Mann gegen Mann gegen den späteren Deutschen Meister Erwin Brummer aus Rohrbach. "Wir lagen lange gleichauf. Aber beim letzten Absetzen hat er mehr riskiert und das Glück auf seiner Seite gehabt", schätzt Dietzel ein.

Die Stimmung in Aschaffenburg sei der Wahnsinn gewesen. Bei schönstem Spätsommerwetter begeisterte der Staplercup zum 15. Geburtstag fast 15.000 Besucher. Dazu trug auch das Rahmenprogramm mit Prominenten wie Skisprung-Legende Sven Hannawald und Musik von Michael Schulte bei. "Das ist wie eine große Familie. Man trifft viele bekannte Gesichter", so Diezel.

2020 will der Neumarker "auf jeden Fall" neu angreifen und sich erneut für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

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