85 Prozent der Anwärter bestehen das "grüne Abi"

Künftige Jäger auf Herz und Nieren geprüft

Zwickau.

Die Prüfungen der zukünftigen Jäger sind für dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen. Wie die untere Jagdbehörde des Landkreises Zwickau informierte, sind in den vergangenen zwei Monaten 64 Jägeranwärter geprüft worden, von denen 85 Prozent ihren Jägerschlag und Jägerbrief erhielten.

Seitens der Behörde wird eingeschätzt, dass der Großteil der Prüflinge mit einer ausgesprochen guten Ausbildung und hohem Fachwissen in das sogenannte "grünen Abitur" gingen. Ihre Kenntnisse zu den Prüfungsthemen Wildtierbiologie, Verbraucherschutz, Waffen- und Jagdrecht hatten sie sich zuvor in mindestens 120 Stunden Unterricht theoretisch und praktisch aneignen müssen. Die beste Teilnehmerin mit null Fehlern in der schriftlichen Prüfung kam von der Jagdschule Westsachsen und der beste Teilnehmer von der Jagdschule Zwickau. Alle ortsansässigen Jagdschulen brachten ausgezeichnete Leistungen hervor. Die Prüflinge wurden von der gesamten Prüfungskommission zur Weidgerechtigkeit und zum Brauchtum auf Herz und Nieren geprüft, um für die Wildhege, Wildbestandsregulierung und Seuchenbekämpfung vorbereitet zu sein. Die rapide Vermehrung des Schwarzwildes bringt Probleme mit sich, die die Landwirte, Jäger und Waldbesitzer am deutlichsten zu spüren bekommen, auf deren Flächen die nahrungssuchenden Tiere Schäden verursachen. Auch sind die schweren Verkehrsunfälle mit Schwarzwildbeteiligung angewachsen. Für die Lösung der genannten Herausforderung ist der Landkreis Zwickau mit Blick auf die guten Prüfergebnisse gut gerüstet, heißt es aus der unteren Jagdbehörde. (fp)

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