Altschachter möchten ihr Wissen weitergeben

Der Zwickauer Steinkohlebergbauverein hat Nachwuchssorgen

Zwickau.

Obwohl Karl-Heinz Ba-raniak, Vorsitzender des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau, auf der Hauptversammlung der agilen Alt-Schachter eine positive Bilanz der Vereinsarbeit ziehen konnte, waren bedenkliche Töne nicht zu überhören. Der Verein zählt 120 Mitglieder. Deren Durchschnittsalter liegt bei 72,3 Jahre. "Allein 2018 feierten 14unserer Bergkameraden ihren 80.Geburtstag. Wir konnten zwar auf unserer Jahreshauptversammlung zwei neue Mitglieder auf- nehmen, sind aber verstärkt auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, die an der Bergbautradition interessiert sind und diese Tradition am Leben erhalten möchten", sagte Karl-Heinz Baraniak, der selbst 80 Jahre alt ist. Sein Aufruf richtet sich an alle Interessierte, die den eigentlichen Bergbau zwar selbst nicht mehr erlebt haben, denen der Erhalt des Bergbauerbes in der Muldestadt aber am Herzen liegt. "Die Generation der einst aktiven Bergleute möchte ihr Wissen und ihre Erfahrung gerne an Jüngere weitergeben. Und auch die Grubenlampen bei den Bergparaden brauchen in den nächsten Jahren begeisterte Lampenträger als Botschafter des Grubenlichts aus Zwickau", so seine Botschaft. Die Teilnahme an Bergparaden sei aber nur ein Teil der Vereinsarbeit. So habe sich die seit der Vereinsgründung vor fast 30 Jahren bestehende Dreiteilung der Arbeits- gebiete bewährt. Traditionspflege, Technikgruppe und Knappenchor bieten ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten, sagte Bara-niak. (awo)

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