"Art Gluchowe" zeigt Werke mit viel Potenzial zur Assoziation

Figuren scheinen zu tanzen, Schatten auf hellem Untergrund. Tragen sie Sensen auf ihren Rücken? Neben dem Bild steht ein Baumstamm, angemalt im Schwarz der Schatten. Er diente als Druckerrolle für Klaus Hacks Bild. Die Tänzer an der Wand hat Hack ins Holz des Baumes geschnitten, diesen angemalt und die Farbe anschließend auf Leinwand übertragen. Dieses Werk sowie weitere Skulpturen und Bilder stellt seit Donnerstag die "Art Gluchowe" in Glauchau aus. Auf den Fotos ist Klaus Hack während des Aufbaus zu sehen. Doch was sagt der Künstler über seine Bilder, was zeigen sie? Darauf will sich der 53-jährige Wahl-Brandenburger nicht festlegen. "Die Figuren sollen eine Projektionsfläche für die Gedanken des Betrachters sein", sagt Hack, der an der Hochschule der Künste in Berlin lernte. Anlass zur Inspiration bieten seine Arbeiten aber durchaus. Zeigen die Sensen-Figuren einen Totentanz? Titel des Werkes ist "Fanatische Sanitäter". Wenn ja: Für wen tanzen sie? Zeigt sein fein gearbeiteter Holz-Turm "Polis", er ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen, eine moderne Stadt? Immerhin stand der Begriff Polis im alten Griechenland für die Stadt oder den Staat. Klaus Hack sagt: "Jeder soll seine eigenen Assoziationen machen." Dazu lud gestern die Vernissage in der Galerie Art Gluchowe in Glauchau ein. Die Ausstellung läuft bis zum 12. Januar. (bjsc Fotos: A. Kretschel)

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