Bahngelände: Vandalismus vor offizieller Einweihung

Meerane hat einen Schandfleck weniger. Aus der Holperpiste am Bahndamm ist schönes Fleckchen geworden. Das passt offenbar nicht jedem.

Meerane.

Der scherzhafte Einwurf der Meeraner Baudezernentin Birgit Jantsch sorgte für Lacher: "Die Frauen haben den Bau überwacht, die Männer gebaut." Letzteres offenbar sehr zur Zufriedenheit der Verwaltung, die am Donnerstag ein weiteres umgestaltetes 200-Meter-Teilstück entlang der Bahnstrecke der Bürgerschaft übergab. Die Kosten: 637.000 Euro. Zwei Drittel davon wurden wie im Vorjahr beim ersten Bauabschnitt, der vom Bahnhofsbereich bis zur RHG reichte, über das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost gefördert.

Einziger Wermutstropfen: Schon vor der offiziellen Einweihung des umgebauten Abschnitts der neuen Straße "Am alten Güterbahnhof" hatten bisher Unbekannte drei Bodenleuchten zerstört. Der Sachschaden: knapp 400 Euro. Gleichwohl stellte Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) klar, dass in diesem Bereich bisher keine Videoüberwachung wie am Rathaus-Parkplatz angedacht ist. Das könne sich aber ändern. "Wir warten ab", sagte Jantsch. Nicht ohne Grund: Immerhin können in dem Areal, das über ein erneuertes Mittelspannungsnetz und eine sanierte Straßenentwässerung verfügt, nun 47 Fahrzeuge abgestellt werden. Parkplätze, die die Stadt dringend bräuchte. Zwar würden vor allem die jungen Leute der angrenzenden Berufsschule auf die neuen Stellflächen zurückgreifen, letztlich aber hätten auch die Gäste der Stadt viel davon. So lädt das Areal zum Verweilen ein - mit Sitzbänken und Stühlen. "Jetzt fehlen nur noch die Stadtbäume", so Ungerer.

Derweil hat die Planung für den dritten und letzten Bauabschnitt begonnen, der 2020 zum Abschluss gebracht werden soll. Nach dem Umbau des Teilstücks, das hinter der Kurve in die Pestalozzistraße mündet, sollen weitere 30 Stellplätze entstehen.

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