Ehemalige Biologielehrerin lehrt heute ihre Zuhörer das Gruseln

Von einer jungen Vikarin mit Kinderschar, einem modellbahnbegeisterten Rentner, einer Hobbyschneiderin und einer Autorin, die andere das Gruseln lehrt.

Dominique Meichsner (28) unterstützt für die nächsten zweieinhalb Jahre die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Georgen. Seit März absolviert die Vikarin den praktischen Teil ihrer Ausbildung zur Pfarrerin in Glauchau. In dieser Zeit hat die studierte Theologin bereits Gottesdienste, Andachten und Beerdigungen gehalten. "Ich wurde sehr offen und freundlich von der Gemeinde aufgenommen", sagt die gebürtige Limbach-Oberfrohnaerin. Neben ihrer Gemeindearbeit widmet sich die junge Frau ihren drei Kindern im Alter von zwei bis sieben Jahren: "Da mein Mann gelernter Erzieher ist, unterstützt er mich bestens, wenn ich aufgrund von Weiterbildungen unterwegs bin." (sust)

Claudia Puhlfürst (56), Krimi-Autorin aus Zwickau, mag es nicht nur zu Halloween gruselig, sondern immer. Eigentlich ist sie Diplomlehrerin für Biologie und Chemie. Sie war Hygieneinspektorin und arbeitete als Dozentin für Anatomie und Physiologie des Menschen an der medizinischen Fachschule Zwickau. Als Redakteurin und Schulberaterin arbeitete sie sich langsam in die schreibende Zunft vor. Das kommt ihr freilich als Krimi-Autorin zugute. Fast 20 Bücher hat sie inzwischen geschrieben, darunter die "Mord-Sachsen" 1 bis 4. Mit ihrem neuesten Werk stellt sie sich auf Einladung der Hohenstein-Ernstthaler Hans-Zesewitz-Bibliothek am Montag, 18.30 Uhr im Ratssaal des Hohenstein-Ernstthaler Rathauses vor. In "Keiner kennt die Wahrheit" geht es um mysteriöse und ungelöste Fälle. (hpk)

Jürgen Reichelt (66) aus Neuwürschnitz hat sich in der Region als der Veranstalter einer Modellbahnbörse einen Namen gemacht. Als vor rund 20 Jahren das Sammeln von Biertrucks zum neuen deutschen Hobby wurde, hatte der Neuwürschnitzer die Idee zur Biertruck-Börse im damaligen sozio-kulturellen Zentrum seines Heimatortes, die alte Turnhalle. Tauschwillige aus der gesamten Region stürmten die Halle. "Wir konnten uns damals kaum retten vor Ansturm", erinnert sich Reichelt. Als die Biertruck-Sammelleidenschaft abflaute, ließ auch das Interesse an der Veranstaltung nach, die zweimal im Jahr stattfand. Reichelt kam die zündende Idee: Modelleisenbahn geht immer. Aus der Biertruck-Börse wurde eine Modellbahn-Börse. Die kleinen Bahnen samt Zubehör verdrängten die Spielzeugautos langsam. Mehrmals wechselte die Veranstaltung die Lokalität. Heute geht sie zweimal im Jahr im historischen Gebäude des Bergbaumuseums Oelsnitz über die Bühne. Im Moment steckt Reichelt schon wieder in den Vorbereitungen für den nächsten Termin am 12. Januar. Dann werden wieder Aussteller aus Sachsen, Bayern und Thüringen erwartet. Rund 25 Aussteller bieten dann rollendes Material und Zubehör der Spurweiten Z, N und H-Null bis hin zur Gartenbahn an. Jürgen Reichelt ist nicht nur Organisator der Börse, sein Herz hängt freilich auch an den kleinen Bahnen. Er hat zu Hause eine Gartenbahn und eine digital gesteuerte Modellbahnanlage von Märklin. (hpk)

Marlen Venter (39) sprüht vor Begeisterung, wenn sie von ihrer Arbeit als Hobbyschneiderin erzählt. Vor vier Jahren hat sich die Waldenburgerin unter dem Namen "Hugo-Lotte", neben ihren Job in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Glauchau, mit ihren farbenfrohen Unikaten selbstständig gemacht. In ihrem Haus in der Töpferstraße 12 fertig sie auf Wunsch alles, vom Babystrampler bis zum Kapuzenkleid. Derzeit steckt sie in den Vorbereitungen für die Schlossweihnacht in Waldenburg, die am ersten Adventwochenende stattfindet. Neben Strickjacken und Knopfschals näht die gebürtige Penigerin auch dickgefütterte Mützen. "Zweimal waren wir bei der Schlossweihnacht schon dabei. Dort trifft man immer viele bekannte Gesichter unter den Ausstellern", sagt die Westsächsin. (sust)

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