Feuerwehr löscht erst mal den Durst

Von einem spendablen Vogtländer, einer rabenschwarzen Puppenstimme und einem Alt-Bürgermeister, dem Corona einen Strich durch die Rechnung macht.

Thomas Münzer von der Sternquell-Brauerei in Plauen war für die Oldtimer-Truppe der Freiwilligen Feuerwehr Hohenstein-Ernstthal kürzlich ein gern gesehener Besucher. Münzer ist Leitender Produktmanager bei dem vogtländischen Brauhaus und bekleidet mehrere Ehrenämter. So ist der Diplom-Ökonom Vorstandsvorsitzender des Vereins Plauener Spitzenfest und stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Dachverband Stadtmarketing Plauen. Bei den Hohenstein-Ernstthaler Floriansjüngern reiste er in Biergemütlichkeit an, und zwar wegen einer angenehmen Aufgabe. Das Brauhaus spendiert der Truppe aus der Aktion "Sternquell hilft den heimlichen Heimat-Helden" 750 Euro als kleine Anschubfinanzierung für ein Projekt der Interessengemeinschaft Feuerwehrhistorik. Die Truppe möchte ein altes Löschfahrzeug restaurieren. Die Männer haben überschlagen, dass sie rund 25.000 Euro dafür benötigen. Da kommt das dreistellige Sümmchen zur rechten Zeit. Auch kleinere Beträge sind den Restauratoren immer willkommen, gemäß dem Spruch: Kleinvieh macht auch Mist. Und damit die muntere Truppe nicht die Lust verliert, hat Thomas Münzer auch gleich noch einen Kasten Motivationsgetränk aus dem Vogtland mitgebracht. (hpk)

Der kleine Rabe Socke ist heute, 16 Uhr und am Sonntag 11 und 15 Uhr der Star im Augsburger Figurentheater Maatz. Das hat im unteren Teil der Goldbachstraße in Oberlungwitz sein Zelt aufgeschlagen. Socke ist ein kleiner frecher Rabe, der erst noch erzogen werden muss. Doch er hat Freunde, sein bester ist der Dachs. Mit der Hilfe seiner Freunde schafft er alles. Mit ihnen zusammen will er die Burg zurückerobern, die der Wolf in Beschlag genommen hat. Das klappt aber nicht im ersten Anlauf. Die Mitmach-Geschichte hat schon am Freitag die Kinder begeistert. Im Puppentheater leiht Romano Maatz dem Raben seine Stimme. Der junge Puppenspieler setzt beim Spielen auf Interaktion. Er weiß ganz genau, wie die Kinder in die Geschichte einbezogen werden müssen. Dieses Wissen kommt nicht von ungefähr. Das Familienunternehmen blickt auf eine lange Tradition, hat viele Jahre Erfahrung im Puppenspiel. Außerdem sollen bereits die Vorfahren der Familie als Bänkelsänger und Gaukler von Ort zu Ort gezogen sein. (hpk)

Peter Ohl, Alt-Bürgermeister von Meerane, hat die große Geburtstagsfeier, die am Sonntag im Schloss Ponitz stattfinden sollte, wegen der Coronapandemie abgesagt. Der Arzt ist am Montag 80 Jahre alt geworden. "Wir haben in kleiner Runde mit Kindern und Enkeln in einer Gaststätte gefeiert", erklärt der Jubilar, der sich über 50 Jahre lang mit Meerane verbunden fühlt. Trotz des Abstandsgebots hatten sich 30 Gratulanten zum Haus von Ohl auf den Weg gemacht - darunter sechs Mitglieder des Posaunenchors der Kirchgemeinde. Um weiter fit zu bleiben, will der Rentner an die Runden mit seinem Hund festhalten - natürlich über den Friedhof. "Da treffe ich viele Bekannte, oft auch einstige Patienten", so Ohl, der zudem seit Jahren an der Spitze des Förderkreises Friedhof steht. Seine Frau Heidi, mit der er seit 41 Jahren verheiratet ist, wünscht sich noch viele gemeinsame Jahre. "Gesundheit ist und bleibt wichtig", sagt sie. (jwa)

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