Glauchau bleibt bei Förderung draußen

Auf das vorgelegte Tempo kann nicht mehr reagiert werden

Glauchau/Werdau.

Erst ging gar nichts, und dann viel zu schnell. Nachdem der Antrag der Stadt Glauchau auf Fördermittel für den Bau eines barrierefreien Zugangs zum Park des Freizeitparadieses bereits zum Jahresanfang abgelehnt wurde, gab es nun ein Anruf, dass es möglicherweise doch klappen würde, wenn das Vorhaben bis Ende 2018 realisiert wird.. Doch das Freizeitparadies winkte ab, sagt Sozialdezernent im Landratsamt, Frank Schubert. Grund des hohen Tempos ist der Freistaat Sachsen, der das Förderbudget im Programm "Lieblingsplätze für alle" plötzlich um 46.100 Euro aufstockte. Damit stehen nun 238.300 Euro anstatt der bisher geplanten 192.200 Euro für Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit zur Verfügung. Somit konnten bereits abgelehnte Anträge von Einrichtungen im Landkreis doch noch bewilligt werden. Die Mitarbeiter des Dezernates für Jugend, Soziales und Bildung des Landkreises haben sich nach der veränderten Situation die Finger wund gewählt. Sie erkundigten sich bei den Trägern, deren Fördermittelanträge im Januar noch 2018 abgelehnt worden waren, ob sie die Projekte im Eiltempo realisieren können. Mit der Verteilung dieser Zuschüsse haben sich die Kreisräte, die zum Sozial- und Gesundheitsausschuss gehören, bei einer Sitzung im Verwaltungszentrum in Werdau beschäftigt. Drei Projektträger wollen sich - trotz der gut gefüllten Auftragsbücher bei Handwerksbetrieben - der Herausforderung stellen. "Wichtig ist, dass wir schnell den Auftrag auslösen", sagte Eberhard Bretschneider, Leiter des Rüstzeitheimes in Lauenhain. Für den Einbau eines Lifts stehen 23.880 Euro zur Verfügung. Außerdem gehen 24.990 Euro an die Kompakt-Schule in Zwickau. Die Bildungseinrichtung bekommt Treppenlift und Automatiktür. Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde im Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil Bräunsdorf erhält 24.800 Euro für den Einbau eines Treppenliftes am Pfarrhaus.

Für Landrat Christoph Scheurer (CDU) kam die Aufstockung der Fördermittel für das Programm "Lieblingsplätze für alle" überraschend.

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