Hochwasserschutz: Ärger in Oberwiera

Ein Anwohner am Silberberg wartet seit Jahren auf Baumaßnahmen und erhebt Vorwürfe gegen die Gemeinde.

Oberwiera.

Nico Kupschs Geduld ist am Ende. Seit dem Hochwasser des Jahres 2013 wartet er darauf, dass das Bachufer vor seinem Haus am Silberberg in Oberwiera in Ordnung gebracht wird. Doch geschehen ist bislang nichts. Mittlerweile sei der Uferbereich unterspült und drohe einzustürzen. "Was hier nach einem Unwetter passieren kann, haben wir 2013 erlebt", sagt er. Damals trat der Bach über das Ufer. Im Wohnhaus stand das Wasser.

Seit dem steht Kupsch mit der Gemeinde Oberwiera in Kontakt. Immer wieder habe er auf das Problem aufmerksam gemacht. "Doch der Bürgermeister steht nicht zu seinem Wort", sagt der Anwohner. Denn Bernd Geringswald habe versprochen, dass das Ufer auch vor seinem Haus in Ordnung gebracht wird. Das habe er, Kupsch, sogar schriftlich. "Die Regulierung der Bachböschungen erfolgt im Zuge der Schadensbeseitigung Hochwasser 2013, dazu liegt uns jetzt ein Bescheid der SAB zur Durchführung der Arbeiten vor", schrieb Bernd Geringswald bereits im Sommer 2015. SAB steht für Sächsische Aufbaubank. Bis zur Beseitigung der Schäden durch eine Fachfirma könne der Anwohner auch selbst Schutzmaßnahmen durchführen, fügte Geringswald damals hinzu. "Doch für den Bach ist eindeutig die Gemeinde zuständig", kontert Kupsch.

Es folgten weitere Briefe und E-Mails. Seitens der Unteren Wasserbehörde wurde dann die Maßnahme im Bereich vor seinem Grundstück angekündigt. Das war vor einem Jahr. Damals war von einer Gesamtausschreibung mehrerer Maßnahmen entlang der Wiera die Rede gewesen. Doch bis heute ist nichts passiert. "Wir werden uns noch im Januar die Sache erneut ansehen. Dann wird entschieden, wie wir am konkreten Grundstück vorgehen", kündigt Bürgermeister Geringswald an und weist den Vorwurf, er habe sein Versprechen nicht eingehalten, zurück.

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