Jahresbilanz: Mehr als 6000 Besucher im Museum

2019 war für das Textil- und Rennsportmuseum ein gutes Jahr. Es zählte so viele Gäste wie lange nicht. Besuchermagnet waren die beiden Sonderausstellungen.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Mitarbeiter des Textil- und Rennsportmuseums in Hohenstein-Ernstthal können sich über eine hohe Besucherresonanz freuen. Wie Leiterin Marina Palm nun der "Freien Presse" mitteilte, zählte die Einrichtung in der Antonstraße im vergangenen Jahr 6300 Besucher.

Das waren so viele wie lange nicht. In den beiden Jahren zuvor lag die Zahl beispielsweise bei jeweils rund 5000. Auch in den Jahren davor war eine derartige Besucherzahl wie diesmal nicht erreicht worden. Besonders die bei den Sonderausstellungen "Aus dem Nähkästchen geplaudert" und "Wendezeit - Zeitenwende", die noch bis Ende Januar zu sehen ist, hätten großes Interesse auf sich gezogen, so Marina Palm. Weiter sagte die Museumsleiterin: "Wir können natürlich nicht jedes Jahr die Besucherzahl um 1000 erhöhen. Aber die Tendenz ist steigend."

Das Museum, das die Geschichte der regionalen Textilindustrie und des Motorradrennsports in Verbindung mit dem Sachsenring widerspiegelt, existiert seit dem Jahr 1995. Träger der Einrichtung ist der Förderverein Textil- und Rennsportmuseum (60 Mitglieder). Sein Vorsitzender Torsten Bätz erklärte: "Damit setzt sich eine jahrelange gute Entwicklung fort. Positiv ist auch, dass viele Jüngere den Weg in das Museum finden, die sich für ihre Wurzeln interessieren." Wolfgang Hallmann, Stadtchronist, lobte den Einsatz der Mitarbeiter: "Was sie immer wieder auf die Beine stellen, ist beachtlich." Die Stadt Hohenstein-Ernstthal bezuschusst die Einrichtung, die fünf festangestellte Mitarbeiter zählt, jährlich mit rund 175.000 Euro. Der zweite große Teil kommt vom Kulturraum.

Ein Höhepunkt im gerade begonnenen Jahr wird eine Veranstaltung sein, die in Verbindung mit der legendären Straßenrad-Weltmeisterschaft auf dem Sachsenring steht. Die fand im Jahr 1960 statt - also vor 60 Jahren. Bernhard Eckstein aus Lichtenstein bezwang damals in einem dramatischen Rennen den haushohen Favoriten Gustav Adolf Schur, der Vizeweltmeister wurde. "Täve Schur habe ich persönlich zu der Veranstaltung eingeladen", erklärte Marina Palm. Eine Antwort steht zwar noch aus, aber die Museumsleiterin ist zuversichtlich, dass der inzwischen 88-Jährige in Hohenstein-Ernstthal dabei ist - wenn es seine Gesundheit zulässt. Bernhard Eckstein lebt leider nicht mehr. Er ist 2017 in Leipzig gestorben.


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