Kneipenmeile: Meerane kommt dieses Jahr im Mini-Format

Sieben Mal fand das musikalische Spektakel bisher statt. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich verringert. Aber die Macher geben nicht auf.

Meerane.

Klein, aber fein. So könnte die diesjährige Kneipenmeile am 6. April in der Stadt Meerane umschrieben werden. Grund: Lediglich drei gastronomische Einrichtungen beteiligen sich daran. Dazu gehören die Cadillac Bar von Organisator René Jacobi, das Café Schöberlein und das Bistro Innere 17. Gleichzeitig sind Tanzwütige an diesem Abend zur Disco in die ortsansässige Stadthalle eingeladen.

"Wer aber Livemusik bevorzugt, ist in den drei Locations ab 19 Uhr gut aufgehoben", betont Jacobi, der diese Veranstaltung trotz geringer Beteiligung auf keinen Fall sterben lassen will. Der 43-jährige Gastronom holt sich die Band Crash Cats ins Haus, die bereits seit 2002 mit viel Energie und Hingabe aus Spaß an handgemachter Musik live unterwegs ist. Das Rockabilly-Trio will die Gäste in der Cadillac Bar mit einer Mischung aus alten Klassikern, Cover-Songs und eigenen Songs unterhalten. Dafür räumt Jacobi, der vor 16 Jahren die Gaststätte übernommen hat, sämtliche Tische und Stühle raus. "Nicht nur die Musikern, auch die Besucher wollen ja genügend Platz haben", sagt er.

Im Café Schöberlein will derweil Peter Leon für die passende Stimmung sorgen. Der Musiker selbst verspricht eine One-Man-Rockshow. Und auch Mölli alias Jens Möller will gute Laune versprühen. Der Vollblutmusiker kommt mit einem breiten Repertoire ins Bistro Innere 17: Oldies, Party- und Gassenhauer, Countrymusic und American Folk. Aber auch Songs von Bruce Springsteen seien unüberhörbar. Um diese musikalische Vielfalt zu erleben, können die Besucher der Meerane Kneipenmeile Eintrittskarten im Vorverkauf für 6 Euro erwerben. An der Abendkassen sind dann 8 Euro fällig.

Die drei innenstadtnahen Einrichtungen liegen jeweils nur einen Steinwurf voneinander entfernt. "Sie waren im Grunde auch immer der Kern der Kneipenmeile. In dem Dreieck standen allein auf der Straße davor bis zu 500 Leute", erinnert sich Jacobi, der trotz des Mini-Formats erneut mit mehreren hundert Besuchern rechnet. Dabei spiele wie überall auch das Wetter ein große Rolle. Bei Regen seien die Leute einfach nicht so gut drauf. "Ich bin da aber guter Hoffnung", so Gastwirt Jacobi. Und den Shuttlebus, mit dem die Besucher in den vergangenen Jahren regelmäßig von einem Kneipenstandort zum nächsten pendeln konnten, könne man sich in diesem Jahr sparen. "Das war schließlich auch mit Kosten verbunden."

Außerdem wollen Jacobi und seine Mitstreiter an der Idee, über das Meeraner Dreieck hinauszugehen, auf jeden Fall festhalten. Denn bereits 2016 und 2017 hatte Jacobi auch im thüringischen Nachbarort Ponitz eine Kneipenmeile auf die Beine gestellt. "Vielleicht können wir das nächstes Jahr mal probieren. Ein Shuttlebus zwischen Meerane und Ponitz wäre denkbar." Dazu seien nur noch Gespräche nötig.

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