Lions Club will künftig größer denken

Seit 25 Jahren sammelt die Vereinigung aus Glauchau Geld für den guten Zweck. Hundertausende Euro wurden so bereits gespendet.

Glauchau.

Es ist fast so, als wäre es abgesprochen. Als der Lions Club in Glauchau vor 25 Jahren gegründet wurde, da war es Holger Klier, der als Gründer und Präsident aufgetreten ist. Seitdem hat dieser Posten jährlich gewechselt - so sehen es die Statuten vor. Heute, ausgerechnet zum Jubiläum, ist der Glauchauer Ingenieur Holger Klier wieder Präsident.

Dreimal im Jahr tritt der Verein prominent auf. Zum Weihnachtsmarkt baut er einen Stand mit Glühwein auf, zum Stadtfest gibt es Bowle und als Höhepunkt das jährliche Benefizkonzert. "Wir sammeln so im Jahr etwa 10.000 Euro ein", sagt Klier. Über die Jahre ist so etwa eine viertel Million Euro zusammengekommen, schätzt der heutige Ruheständler.


Wofür das Geld gespendet wird, das steht schon in der Satzung des Vereins. "Für die Kultur und Menschen in materieller und geistiger Not", fasst Klier die Paragrafen zusammen. Aktuell will der Lions Club 7000 Euro an die Stadt geben, damit diese neue Türen für die Aussichtsplattform des Bismarckturms kaufen kann. "Wohin genau das Geld fließt, das wird mitunter schon heftig diskutiert", sagt Klier. Entschieden, so sagt der Vorsitzende, wird am Ende immer demokratisch von den derzeit 36 Mitgliedern.

Nachwuchsprobleme gebe es nicht, berichtet Klier. Immerhin zehn Mitglieder sind unter 50 Jahre alt. Dabei ist die Aufnahme in den Club kein einfaches Unterfangen. Neue Mitglieder können sich nicht bewerben - sie werden von den bestehenden ausgesucht. Erst nach zwei Teilnahmen an den monatlichen Treffen wird dann entschieden, ob der Anwärter auch wirklich zum Mitglied wird. Exklusiv sei der Glauchauer Club deshalb aber nicht, betont Holger Klier. "Wir versuchen die Leute so auszuwählen, dass wir aus jedem Berufsfeld zumindest ein Mitglied haben", sagt er. So finden sich dort Unternehmer, Ärzte, Anwälte. "Wir wollen so auch ein Netzwerk aufbauen, mit dem wir den Menschen helfen können", betont der Vorsitzende.

Für die Zukunft geht es ihm in erster Linie darum, das Bewährte zu erhalten. Doch eine größere Veranstaltung würde er dann doch gern einmal organisieren. Etwa einen Spendenball. Mit Blick auf das jährlich stattfindende Benefizkonzert kann er sich auch vorstellen, dieses noch weiter auszubauen. So oder so wird das Spendensammeln aber weitergehen. "Wir wollen einfach helfen, dass die Glauchauer sich wohlfühlen", sagt Holger Klier.

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