Meeraner Promis und ihre Schlagzeilen

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Wie optimistisch gehen bekannte Gesichter aus der Stadt in das neue Jahr? "Freie Presse" hat sich umgehört und die Wunsch-Überschriften für 2021 zusammengetragen.

"Das Jahr der Ideen - Vielfalt in und nach der Krise." Zu den Unternehmen, die den Blick nach vorn richten, gehört die Reima Air-Concept-Gesellschaft. Die Duftmarketing-Firma aus Meerane liefert über Haupthändler und Niederlassungen in mehr als 80Länder. Der Geschäftsführer Hendrik H. Herrbach ist sich sicher, dass es ein "so wie es mal war" in dieser Form nicht mehr geben wird. Die Krise habe in den verschiedensten Bereichen Probleme deutlich aufgezeigt - egal ob Digitalisierung, Hygiene oder auch der Umgang unter den Menschen. "Somit sind neue Wege gefragt, neue Produkte werden entwickelt, neue Prozesse geschaffen. Dies setzen wir bei Reima Air-Concept ebenfalls mit unseren antibakteriellen und anti-viralen Düften um", sagt Herrbach und ergänzt: "Eine wahnsinnig spannende Zeit, die ich in vielen Unternehmen ebenfalls verfolge. Das stimmt mich sehr optimistisch."

"Risiken klug eingehen." Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) ist überzeugt, dass Corona weiterhin unser Leben, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft bestimmen wird. Deshalb sei das neue Jahr kein Jahr nach Corona, sondern ein Leben mit Corona. "Um zu bestehen, müssen wir deshalb Risiken eingehen, die wir jedoch klug riskieren. Nur so können wir uns weiterentwickeln", sagt das Stadtoberhaupt und spannt den Bogen zum Haushaltsplan, den der Stadtrat im Dezember beschlossen hat. Ungerer spricht von einem "städtischen Arbeitsprogramm, welches von Zuversicht und Optimismus getragen ist." Die Corona-Krise sei auch eine Ära der Widersprüche, die man nicht auflösen könne und die deshalb bewusst in Kauf zu nehmen seien. Die Stadt habe mit dem vorliegenden Finanzplan die Weichen für Sicherheit, Fortschritt und Zukunft gestellt. Ungerer: "Persönlich bin ich überzeugt, dass uns vor allem die Schutz-Impfungen helfen werden, unser Leben mit Begegnungen, Kultur, Gastronomie, Reisen und Sport wieder genießen zu können. Wenig dienlich sind dabei die ewig Hinterher-Besserwissenden, die stets nach Fehlern suchen. Bei Entscheidungen wägen wir schon immer die Risiken ab, haben aber durch die Corona-Krise gelernt, dass wir jetzt die Risiken klug riskieren müssen."

"Frieden, Gerechtigkeit und die Gemeinschaft prägen das Jahr 2021." Julius Michel, Trainer der in der Fußball-Landesklasse angesiedelten Mannschaft des Meeraner SV, zieht in der aktuellen Krise einen Vergleich zu einem Fußball-Spiel oder einer Fußball-Saison. Dabei gebe es stets Höhen und Tiefen. Julius Michel blickt auf schwierige Monate, die noch bevorstehen. Er macht deutlich: "Wir müssen zusammenhalten, füreinander da sein und positiv bleiben. Dann wird es am Ende eine erfolgreiche Zeit, auf die man gern zurückschaut." "An-Einander-Denken". Diesen Wunsch formiert Peter Ohl, Vorsitzender des Friedhof-Förderkreises. Wichtig sei, ein Gefühl zu vermitteln, nicht allein zu sein. Die Leute sollen sich beispielsweise Zeit nehmen, wieder einmal einen richtigen Brief zu schreiben an diejenigen, die sie jetzt nicht besuchen können. "Packen Sie alles hinein, was das Telefon nicht festhalten kann. Das verbindet und kündet noch später davon, was uns in der Coronazeit bewegt hat", sagt Peter Ohl. Der Mediziner, der lange als Hausarzt praktizierte, wählt seine Schlagzeile auch mit Blick auf die Impf-Debatte aus. Ohl: "Ich vertraue den Erkenntnissen der Experten im Umgang mit dem Virus. Die Maßnahmen der Regierung fordern viel, oft zu viel von den Bürgern. Doch im vernünftigen Verhalten der Mehrheit der Bevölkerung und in den beginnenden Impfungen sehe ich unsere Chance für sinkende Infektionszahlen und eine Rückkehr zu einem normalen Leben." "Meeta-Girls bringen Kinder -augen wieder zum Strahlen." Grit Purmann, Vorsitzende des Tanzvereins, hofft, dass die Mädchen und Jungen bald wieder auf die Bühne zurückkehren dürfen. Seit sechs Wochen halten die Trainer der Meeta-Girls die Verbindung zu ihren Schützlingen ausschließlich auf digitalem Weg. Die Übungseinheiten finden zuhause vor den Bildschirmen statt. Zum Tanzverein, der in der Adventszeit alle geplanten Weihnachtsshows absagen musste, gehören rund 125 Mitgliede. "Die Schulen nehmen ihren Regelbetrieb wieder auf." Auf eine Rückkehr zur Normalität in den Bildungseinrichtungen hofft Volker Gröber, Vorsitzender des Feuerwehrvereins "St. Florian". Er berichtet, dass Kinder eine schulische Betreuung beim Lernen durch ihre Lehrer und auch die sozialen Kontakte in der Schule und Freizeit benötigen. Damit verbindet er auch die Hoffnung, dass die Brandschützer wieder ihre Aus- und Weiterbildung aufnehmen können. Gröber sagt: "Auch wir Feuerwehrleute sind auf soziale Kontakte angewiesen und brauchen eine gute Kameradschaft gerade in den vielfältigen Einsatzszenarien und auch zur Nachbereitung schwieriger Situationen. Dazu bedarf es aber regelmäßiger Ausbildungseinheiten und Schulungen, zu welchen aber auch unsere Alters- und Ehrenkameraden nicht fehlen dürfen."

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