Missbrauch von Notruf führt zu Großeinsatz

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an der Österreicher Straße

Glauchau.

Der nächtliche Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Freitag im Wohngebiet Sachsenallee in Glauchau geht auf einen Missbrauch des Notrufs zurück. Das hat Polizeidirektion Zwickau am Montag auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigt.

Die Feuerwehr rückte am späten Freitagabend mit fünf Fahrzeugen und insgesamt 25 Einsatzkräften zur Österreicher Straße 22 aus. Nach den Worten von Stadtwehrleiter René Michehl wurde um 23.39 Uhr über den Notruf ein Brand in einer Küche des Hauses gemeldet. Der Rauch hätte sich im gesamten Treppenhaus ausgebreitet. Ebenso wurden seitens der Leitstelle in Zwickau der Rettungsdienst und die Polizei alarmiert. Die Feuerwehrleute - im Einsatz waren die Stadtteilfeuerwehren Ober- und Unterstadt sowie die Ortsfeuerwehr Reinholdshain - kontrollierten das Haus, klingelten bei jedem Mieter. Aber in keiner der Wohnungen gab es irgendwelche Anzeichen von Rauch oder Feuer, sagt Stadtwehrleiter René Michehl. Daraufhin wurde der Einsatz, auf den inzwischen die zahlreichen Nachbarn an der Österreicher Straße aufmerksam geworden waren, noch in der Nacht abgebrochen. "Es wurde Anzeige wegen Missbrauchs des Notrufes erstattet", fügt der Stadtwehrleiter hinzu.

Die Polizei hat daraufhin die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen, sagt Polizeisprecher Christian Schünemann. "Wir ermittelt derzeit gegen unbekannt", fügt er hinzu.

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