Nachwuchsproblem im Seniorenklub

Mehr als 220 Mitglieder nutzen die Freizeitangebote des Seniorenvereins "Waldenburg Ü 50". Um das Angebot zukünftig aufrecht zu erhalten, sucht der Vorsitzende Lothar Stein engagierte Senioren für den Vereinsvorstand.

Waldenburg.

Egal ob es ums Wandern, Wassergymnastik, Tanzen oder Skat spielen geht - fester Ansprechpartner für fast jedes Hobby ist "Waldenburg Ü 50". Der 220 Mitglieder starke Verein ist ein fester Bestandteil der Waldenburger Vereinslandschaft. Gemeinsam mit zehn weiteren Vorstandsmitgliedern kümmert sich der Vereinsvorsitzende Lothar Stein um die vielen Veranstaltungen und Angebote. Das ist zeitintensiv. Unterstützung könnten die Vorstandsmitglieder gut gebrauchen.

Seit 2013 ist Stein als Vorsitzendes Vereins tätig. Sein Rentnerdasein hat sich der 72-jährige etwas ruhiger vorgestellt. Täglich investiert der Waldenburger bis zu drei Stunden in die Vereinsarbeit. Neben der Erstellung der Quartals- und Monatspläne organisiert er außerdem die Ausfahrten. Derzeit bereitet er für die Mitglieder einen Ausflug nach Merseburg vor. Das ist aufwändig. Ein Busunternehmen muss er anfragen, das Programm organisieren und sich um Einkehrmöglichkeiten kümmern. Kein leichtes Unterfangen. In den letzten Jahren seien die Preise für die Busfahrten gestiegen, erklärt Stein. Das gilt auch für das Essen in Gaststätten. Damit die Gebühr für die Teilnehmer nicht überschritten wird, muss Stein genau kalkulieren. "Wir wollen unseren Mitgliedern etwas bieten, gleichzeitig sollen die Angebote aber für jedermann erschwinglich sein", betont der Waldenburger. Zeitgleich kümmert er sich schon um die diesjährige Weihnachtsfeier des Vereins. Einen Veranstaltungssaal in Hartmannsdorf im Braugut habe er schon gebucht. "In Waldenburg gibt es keinen adäquaten Saal, der für mehr als 200 Personen ausgelegt ist. Wir müssen meistens auf das Umland ausweichen" erklärt Stein.


Unterstützt wird Stein in der Organisation von den Vorstandsmitgliedern. Alle sind schon weit über 65 Jahre. "Jeder kennt sein Aufgabengebiet und macht eine gute Arbeit. Was in den monatlichen Zusammenkünften besprochen wurde, wurde bisher auch umgesetzt", erklärt er stolz. Daneben haben die ehrenamtlichen Kassierer des Vereins, die die Teilnahmegebühren bei den Rentnern einsammeln, eine wichtige Rolle. "Die Kassierer fahren zu den Mitgliedern nach Hause. Dadurch wissen sie immer Bescheid, wenn es jemand gesundheitlich nicht gut geht", erklärt Stein, der sich neben seiner Tätigkeit noch der Arbeit in seinem Schrebergarten widmet.

Es sei schwierig Leute für ehrenamtliche Tätigkeiten zu finden, erklärt der Waldenburger. Mit dem Problem wäre er aber nicht allein. Damit hätte viele Vereine in Waldenburg zu kämpfen.

Die Angebote des Seniorenvereins, hält der Vereinsvorsitzende für wichtig. "Waldenburg ist eine Kleinstadt. Nach 17 Uhr ist auf den Straßen gähnende Leere. Unsere Veranstaltungen sind daher immer gut besucht", sagt Stein. Jedes Jahr unterstützen die Mitglieder zudem die alljährliche Schlossweihnacht in Waldenburg.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...