Neubau modern statt nostalgisch

Nach einigen Verzögerungen ist die Brücke in Wolkenburg fertig und gestern offiziell eröffnet worden. Auch die Gräflich Schönburgische Schloßcompagnie war dabei.

Limbach-Oberfrohna/Glauchau.

Das Warten ist jetzt vorbei. Nach fast vier Jahren haben die Wolkenburger gestern Mittag die neue Brücke von der Mühlenstraße über die Mulde in Betrieb genommen. Mit lautstarken Böllern machten die Wolkenburger Landsknechte auf das Spektakel aufmerksam. Bei herrlichem Sonnenschein herrschte rund um den Neubau in der Nähe der Wolkenburger Mühle Feststimmung. Nicht nur zahlreiche Einwohner des Limbach-Oberfrohnaer Stadtteiles und aus umliegenden Orten waren auf den Beinen. Auch viele Teilnehmer des Radlerfrühlings hatten sich unter die Schaulustigen gemischt. Der zwölfjährige Tambour Johannes Rößler und weitere Mitglieder der Gräflich Schönburgischen Schloßcompagnie fielen in ihren historischen Uniformen aus dem 18. Jahrhundert in der Menge besonders auf. Der junge Mann sorgte für Trommelwirbel, als Limbach-Oberfrohnas Oberbürgermister Jesko Vogel das Band zerschnitt.

Der 1,2 Millionen Euro teure Neubau ist etwa 80 Meter lang und zwei Meter breit. Die Brücke ist behindertengerecht ausgelegt. Radfahrer müssen ihren Drahtesel über die Brücke schieben. Im Gegensatz zur früheren Schaukelbrücke, wirkt die neue Schrägseilbrücke wuchtiger und moderner. "Um die Sicherheit auch bei Hochwasser zu gewährlisten, mussten wir die Brücke höher und stabiler bauen", sagt Sven Richter vom Tiefbauamt der Stadt mit Blick die frühere nostalgische Schaukelbrücke. Sie war beim Hochwasser 2002 arg in Mitleidenschaft gezogen worden und damals umfassend instand gesetzt worden. Beim Hochwasser im Juni 2013 wurde die Brücke endgültig zerstört.


Der Neubau war Ende vorigen Jahres so gut wie fertig. "Vor Inbetriebnahme, wollten wir aber auch die Flächen an beiden Ufern richtig in Ordnung bringen", begründet Richter die späte Freigabe.

Mandy Kemter aus Wolkenburg geht oft mit ihrer Familie wandern. Ein schönes Ziel ist für sie immer der Hauboldfelsen mit schönem Ausblick auf die Mulde und das Schloss. "Da kommt man über die Brücke gut hin. Als sie fehlte, führte der Weg zum Felsen entweder über die große Muldenbrücke und den Wolkenburger Bahnhof oder auf der anderen Seite über Thierbach. Die Brücke selbst scheint mir etwas modern geraten. Aber sonst ist es sehr schön, dass wir wieder eine haben."

Bernhard Schareck, Chef der Gräflich Schönburgischen Schlosscompagnie, machte mit seiner Truppe gern mit. Zudem werden Mitglieder der Schosscompagnie dieses Jahr erstmals bei der Schlössernacht in Wolkenburg mitwirken. Vorher steht den Glauchauern aber noch ein besonderer Höhepunkt ins Haus. Vom 1. bis 7. Juni sind Mitglieder der Schloßcompagnie nach Moskau eingeladen. Sie werden an einem großen Festival im dortigen Schloss Zarizyno teilnehmen.

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