Neues Bauhof-Domizil in Dennheritz besteht den ersten Belastungstest

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Nach dem Umzug in den ehemaligen Technikstützpunkt steht mehr Platz zur Verfügung. Im Winterdienst hilft das kleine Dennheritz sogar einem großen Nachbarn.

Dennheritz.

Ohne das lästige Rangieren passen zwei Multicar und eine handgeführte Schneefräse in die beheizte Garage. Die Fahrzeuge können nun in einer Halle mit Salz und Splitt beladen werden. In der Vergangenheit war ein Teil des Streuguts im Freien gelagert. Diese Vorteile spüren die Mitarbeiter des Bauhofes von Dennheritz nach dem Umzug vom bisherigen Domizil am Wäschereiweg in die neuen Räumlichkeiten in der früheren Schlosserei des Technikstützpunktes an der Meeraner Straße. Von dort ist die Bauhof-Mannschaft in den letzten Wochen erstmals zum Winterdienst ausgerückt. Leiter Dirk Hartig zieht nach dem ersten Belastungstest ein positives Fazit: "Wir konnten Abläufe optimieren, sparen etwas Zeit bei der Vorbereitung der Fahrzeuge."

Am neuen Standort stehen eine rund 75 Quadratmeter große Werkstatt und ein rund 250 Quadratmeter großes Lager zur Verfügung. Bei Umbau und Sanierung packten die Mitarbeiter des Bauhofes in den letzten Monaten, wenn es die Zeit zuließ, selbst mit an. Die Kosten für Material und Einbau der Heizungsanlage werden mit circa 50.000 Euro beziffert. "Wir haben nun optimale Bedingungen", sagt Hartig. Drei Mitarbeiter gehören zum Bauhof. Sie bekommen Unterstützung von einem Mann, der den Bundesfreiwil-ligendienst absolviert, und einem externen Betrieb. In den nächsten Wochen machen sich Fliesenleger- und Malerarbeiten in Sanitärräumen und Umkleiden erforderlich. Neben dem Bauhof-Domizil sollen am Technikstützpunkt am angedachten Dorfzentrum auch Festplatz, Parkplatz und Mehrzweckraum entstehen - wenn Fördermittel aus dem Programm "Vitale Dorfkerne und Ortszentren" fließen,.

Was nur wenige wissen: Der Bauhof aus dem kleinen Ort unterstützt im Winter sogar einen großen Nachbarn. Die Hohe Straße (alte B 93) zwischen dem Kreisverkehr "Silberner Pelikan" und dem vom Meetawerk entwickelten neuen Gewerbegebiet verläuft etwa zu gleichen Teilen über das Territorium von Dennheritz und Crimmitschau. Damit müssen sich die beiden Kommunen auch um den Winterdienst auf der Strecke kümmern, die für viele Volkswagen-Zulieferer eine große Bedeutung besitzt. In einem Vertrag ist geregelt, dass Dennheritz hier die Aufgaben von Crimmitschau mit übernimmt und der Stadt in Rechnung stellt. Die Verfahrensweise bestätigt Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller von der Stadtverwaltung in Crimmitschau. "Das hat gut funktioniert", sagt Bürgermeister Frank Taubert (Freie Wähler), der ein Lob an die Bauhof-Mitarbeiter verteilt und mit Kritik an einigen Einwohnern nicht zurückhält. Nachdem es in der Nacht vom 7. zum 8. Februar rund 30 Zentimeter Neuschnee gab, hätten sich Bürger in den Morgenstunden telefonisch bei ihm gemeldet und über noch nicht beräumte Straßen beschwert. "Da fehlt mir das Verständnis. Wir können nicht überall gleichzeitig den Winterdienst durchführen. In solchen Fällen muss jeder auch mal überlegen, ob er selbst zur Schneeschippe greifen kann", sagt der Gemeindechef.

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