Nicht rollatorgerecht: Bagger rücken an

Nach Beschwerden von Senioren reagiert die Stadt Meerane: Aus Granitpflaster am Markt werden nun Betonplatten.

Meerane.

Rollator-Fahrer sollen in Meerane künftig besser vorankommen als bisher. Deshalb lässt die Stadt rund um den Markt einen barrierefreien Weg bauen: Aus Granitpflaster werden in den kommenden Wochen auf einer Breite von 1,60 Meter Betonplatten.

Wie Birgit Jantsch vom Sachgebiet Bauen während der öffentlichen Sitzung des Stadtrates mitteilte, hatte es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden und Hinweise von Rollator-Fahrern gegeben. Aber auch Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen hatten sich über das Natursteinpflaster beklagt. "Daher hatten wir uns überlegt, einen barrierefreien Weg um den Markt herum zu schaffen", sagte Jantsch. Das soll aber nicht das einzige derartige Bauprojekt bleiben. Begonnen wurde derweil mit einem 40 Meter langen Teilstück entlang der Marienstraße. Mitarbeiter des Fachbereichs Stadttechnik der Verwaltung haben dort inzwischen das Pflaster entnommen und den Untergrund für die Verlegung der neuen Gehwegplatten vorbereitet. "Die Verlegung der Platten wird voraussichtlich noch in dieser Woche beginnen", fügte Stadtsprecherin Heike Hönsch an. Die Randbereiche sollen wieder mit dem Natursteinpflaster angepasst werden.

In dem Zusammenhang erklärte Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) vor den Stadträten, dass die Verwaltung diese Angelegenheit sehr ernst nimmt. "Diese Entwicklung ist nicht zu unterschätzen", betonte der Bürgermeister. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Anzahl der Einwohner der Stadt Meerane voraussichtlich schon Ende des Jahres unter die 14.000-Marke rutscht. Ungerer kündigte daher an, mit den Vertretern der in der Kommune ansässigen Pflegeeinrichtungen zu sprechen. Denn: Jeder Pflegebedürftige müsse auf Wunsch auch einen Pflegeplatz erhalten. Und nicht zuletzt machte Ungerer deutlich, dass sich "die freien Träger aus der Seniorenarbeit zurückziehen". Dabei wurde er aber nicht konkret.

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