Oratorium vereint 140 Sänger

Ein musikalisches Großprojekt verbindet Chöre und Kantoren in Glauchau und Limbach-Oberfrohna. In zweieinhalb Stunden wird die Wandlung vom Saulus zum Paulus erzählt.

Glauchau.

Einfach nur "Paulus" heißt das Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy, das am letzten Septemberwochenende zweimal zur Aufführung kommt. Das Werk erzählt in zwei Teilen und 45 Stücken das Leben und Wirken des Apostels, der sich vom Christenverfolger Saulus zum Gemeindegründer Paulus bekehrte.

Mit dem Paulus-Oratorium bringt Kirchenmusikdirektor Guido Schmiedel ein Monumentalwerk zur Aufführung, das es in sich hat. In der Probe am Samstag war eine sehr konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu spüren, trotzdem verbindet die Mitwirkenden offenkundig eine heitere Vorfreude auf das große Werk. Für das Paulus-Oratorium arbeitet Guido Schmiedel mit dem Oratorienchor und dem Ephoralchor Glauchau, Kollege Johannes Baldauf studiert das Werk in Limbach-Oberfrohna mit seiner Kantorei und einem Projektchor ein. An Schmiedels Seite arbeitet auch Kantor Hannes Sonntag aus Hohenstein-Ernstthal als Korrepetitor mit. "Wir werden 140 Chorsänger auf dem Podest haben, im Alter von 15 bis 80 Jahren. Dazu kommen die Solisten und die Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach in großer Besetzung", sagt der Glauchauer Kirchenmusikdirektor.

Das erste Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) wurde 1836 in Düsseldorf uraufgeführt. Heute bietet sich nur selten die Gelegenheit, es live zu hören. Schmiedel habe zwar schon etliche Mendelssohn-Oratorien aufgeführt, aber dieses hier übertrifft alles, sagt er. Allein die Partitur sei mit 400 Seiten die dickste, die er je zu bewältigen hatte. "Die Streicher haben durchweg Höchstleistungen zu bringen, sie sind ständig dran. Auch für die Sänger, die ja Laien sind, bedeutet das Werk viel Arbeit. Es ist alles auskomponiert. Zweieinhalb Stunden lang kein einziges Da Capo!", beschreibt er die Herausforderungen. Seit Februar wird geprobt, die Leute kommen ganz treu und üben auch zuhause noch. Schmiedel: "Wir sind zuversichtlich, dass wir der großen Aufgabe gewachsen sind." Das Konzert am 24. September in der Glauchauer St. Georgskirche leitet Kirchenmusikdirektor Guido Schmiedel, am 25. September, 17 Uhr, steht in der Marienkirche Limbach-Oberfrohna Kantor Johannes Baldauf am Pult. Für die Solopartien kommen Jana Rainer aus Berlin (Sopran), Therese Fauser aus Annaberg-Buchholz (Alt), Stefan Scherpe aus Leipzig (Tenor) und Kammersänger Matthias Henneberg aus Dresden (Bass).

Karten zu 10 beziehungsweise 8 Euro sowie Familienkarten für 25 Euro gibt es im Vorverkauf unter anderem in den Pfarrämtern, an der Abendkasse kostet jede Karte 3 Euro mehr.

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