Radfahrer bei Unfall mit betrunkenem Autofahrer getötet

Nach dem Zusammenprall mit einem Auto erlag am Montagabend ein 57-jähriger Mann seinen Verletzungen. Der Pkw-Fahrer, der keinen Führerschein hat, wurde nach einer Verfolgung gestellt.

Niederlungwitz/Rüsdorf.

Es sind Zeichen der Trauer: zwei Grablichter und eine kleine Einpflanzung am Straßenrand der Hohensteiner Straße am Ortsausgang von Niederlungwitz. Auch die farbigen Markierungen, die die Ermittler auf dem Asphalt hinterlassen haben, zeugen von dem schrecklichen Unfall, der am Montagabend einen Mann das Leben gekostet hat.

Der 57-Jährige ist am Montag kurz vor 20 Uhr auf der Straße zwischen St. Egidien und Niederlungwitz mit dem Fahrrad unterwegs, als es passiert. In Höhe des Gehöfts mit der Hausnummer 11 wird der Radfahrer von einem VW erfasst.
Wie es dazu kam, hat am Dienstag Polizeisprecher Christian Schünemann geschildert: Der Radfahrer war in Richtung Glauchau unterwegs. Das Auto fuhr ihm entgegen, kam offenbar auf die Gegenfahrbahn und traf den Radfahrer frontal. Der Autofahrer ließ den schwer verletzten Mann liegen und floh mit seinem Fahrzeug.

Ein Zeuge nahm die Verfolgung auf und verständigte die Polizei, die versuchte, den Flüchtenden zu stellen. Doch zunächst ignorierte der Unfallfahrer das Stoppsignal eines Streifenwagens. "Er raste weiter in Richtung St. Egidien", sagte Schünemann. In Rüsdorf konnten die Polizisten den Mann schließlich stellen. Er war zuvor in Höhe der Lichtensteiner Straße 30 mit seinem Auto von der Straße abgekommen, hatte eine Hecke durchbrochen und wollte zu Fuß fliehen. Der 37-Jährige, der den VW fuhr, hatte laut Polizei mehr als 1,4 Promille Alkohol im Blut und besitzt keinen Führerschein. Dem Unfallverursacher droht jetzt eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.

Als die Polizei am Ereignisort eintraf, brannte noch das Rücklicht am Fahrrad. Ob das Vorderlicht während der Fahrt und vor dem schweren Aufprall in Betrieb war, ließe sich angesichts der Beschädigung des Fahrrads mit Gewissheit derzeit nicht sagen. Die Ortsfeuerwehr Niederlungwitz wurde nach den Worten von Stadtwehrleiter René Michehl um 19.59 Uhr alarmiert. Die Feuerwehrleute sorgten für die Absicherung und die Ausleuchtung der Unfallstelle und unterstützten die Arbeit des Rettungsdienstes.

Das war der zweite tödliche Radfahrerunfall im Bereich Glauchau innerhalb weniger Monate. Bereits im Juli kollidierte auf der Bundesstraße 175 an einer Ampelkreuzung ein Auto mit einem 84-jährigen Radfahrer, der von der Lungwitztalstraße kam. mit hpk

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