Streit - Trünziger muss Sitzung verlassen

Langenbernsdorf.

Auch ein Jahr nach einem Vorfall auf dem Waldsportplatz in Langenbernsdorf, bei dem Vizebürgermeister Tobias Bär (CDU) Kinder einer Großfamilie aus dem Ortsteil Trünzig geschlagen und getreten haben soll, zieht keine Ruhe in das Dorf ein. Am Montagabend spitzte sich während der Ratssitzung die Situation zu dem Thema noch einmal zu. Tobias Bär informierte zu Beginn der Zusammenkunft das Gremium, dass die Staatsanwaltschaft gegen ihn Klage erhoben habe ("Freie Presse" berichtete 3.Juli). Er sagte, dass er sich aber nach wie vor keiner Schuld bewusst sei. Kurz darauf meldete sich Roland Suttner, Vater der Kinder, gegen die Bär handgreiflich geworden sein soll, innerhalb der Bürgerfragestunde zu Wort und holte verbal zu einem Rundumschlag aus. Er und seine Familie seien noch immer Anfeindungen im Dorf ausgesetzt, obwohl sie sich nichts zu Schulden kommen lassen hätten. Scharfe Kritik übte Suttner auch an Bürgermeister Frank Rose (parteilos), der nichts gegen die Anfeindungen unternehmen und sich auch im Fall Bär nicht loyal verhalten würde. Die Behauptungen sorgten für Unmut in den Reihen der Räte. Das ging so weit, bis der Bürgermeister von seinem Hausrecht Gebrauch machte. Doch erst nach der Androhung, dass man die Polizei rufen werde, verließ Sutter, der in Begleitung eines seiner Kinder war, den Raum. (umü)

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