Urkunde für gute Nachwuchsarbeit

Die IHK zeichnet Firmen aus, die jungen Leuten eine Chance geben. Dazu gehört auch ein Unternehmen aus Glauchau.

Glauchau.

Im Herbst will das Unternehmen SZG Stahlzentrum Glauchau den nächsten Ausbildenden einstellen, sagt Logistik-Manager Peter Pissowotzki, der stellvertretend fürs Team die Ehrenurkunde "Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" der Industrie- und Handelskammer Ehrenurkunde (IHK) entgegennahm. Seit 15 Jahren engagiert sich der Betrieb in der Nachwuchsarbeit. Auf 18 Lehrverträge kann die Firma zurückblicken, ergänzt IHK-Bildungs-Referentin Simone Bronsert.

"Fachkräfte fallen nicht vom Himmel. Die muss man heranziehen", sagt der SZG-Ausbildungsverantwortliche. "Aktuell beschäftigen wir zwei junge Leute, die zur Fachkraft für Lagerlogistik sowie Kauffrau für Büromanagement ausgebildet werden. Es bereitet Freude, mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten, ihre Entwicklung zu sehen", so Pissowotzki, der gelernter Kaufmann ist und aus Nordrhein-Westfalen stammt. Auch Marie Schülke, die vor zwei Jahren auslernte und nach einjähriger Befristung in eine Festanstellung übernommen wurde, erinnert sich an die Ausbildung. Die Zwickauerin schätzt die abwechslungsreiche Tätigkeit. "Wir sind ein prima Team. Verwaltung und Stahllager arbeiten Hand in Hand", sagt die 21-Jährige, die für Lagerverwaltung, Disposition, Post und Rechnungsbearbeitung zuständig ist.

Sascha Aurich

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Seit 2002 ist das Stahlzentrum als Dienstleister für die Fahrzeugfertigung tätig. Derzeit disponieren, lagern und kommissionieren 22 Mitarbeiter Bandstahlrollen (Coils) unter anderem für Volkswagen in Zwickau und das BMW-Werk in Leipzig. Die Coils und Platinen (Stahldrahtrollen) werden von mehreren Stahlwerken angeliefert und im Drei-Schicht-Betrieb an VW und BMW ausgefahren. Das Stahlzentrum gehört zum Unternehmen Steffens Industrie Logistik. Weil die 5000 Quadratmeter große Lagerhalle aus allen Nähten platzt, ist ein Anbau vorgesehen. Ursprünglich war vorgesehen, ein Lagerzelt zu errichten. Doch dagegen sprachen sich sowohl der Ortschaftsrat von Jersiau/Lipprandis als auch der Technische Ausschuss Glauchaus aus. Als Kompromiss wurde sich nach den Worten von Gunnar Heerdegen, Fachbereichsleiter für Planen und Bauen, auf eine Zelthalle verständigt, die den Lärm besser absorbiert. (mit sto)

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