Verkauf von Friedensnägeln soll bei Finanzierung helfen

In der Friedhofshalle Meerane sind nach aufwendiger Sanierung noch Restarbeiten zu erledigen, die nur mithilfe von Spenden realisiert werden können. Beim Tag des offenen Denkmals gibt es Gelegenheit zur Unterstützung.

Meerane.

Der Friedhof in Meerane ist ein lebendiger Ort. So wollen es jedenfalls Peter Ohl, Vorsitzender des Förderkreises, und Verwalter Uwe Horn verstanden wissen. Ein Ort der Trauer, des Trostes, der Gespräche und der Begegnung soll der Friedhof sein, und auch ein Ort des Staunens.

Und staunen sollen die Friedhofsbesucher am Wochenende anlässlich des Tages des offenen Denkmals über vieles. Zum Beispiel darüber, dass in der sanierten Friedhofshalle 178.000 Euro Spendengelder stecken, die von 1700 Spendern gekommen sind. In der Halle wird der Förderkreis zum Tag des offenen Denkmals eine Ausstellung gezeigt, die die aufwendigen und teilweise spektakulären Sanierungsarbeiten dokumentiert. In der Halle sind nach den Worten von Peter Ohl noch einige Restarbeiten zu erledigen, die über weitere Spendengelder finanziert werden sollen. "Wir brauchen schätzungsweise zwischen 50.000 und 70.000 Euro", sagt Uwe Horn. Geplant sei, eine Akustikanlage sowie einen Lichtanlage in die Feierhalle einzubauen. Darüber hinaus soll das unmittelbare Außengelände verschönert werden.

Die Feierhalle steht am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens. Sie wird ab 10 Uhr mit einem Gottesdienst wieder in Dienst gestellt. Eine Fotoausstellung über Friedhöfe und Bestattungsrituale aus aller Welt wird im Umgang gezeigt. Wie Uwe Horn sagt, steuert der Berliner Frank Kaessner die Fotos bei. "Er zeigt erstmals eine solche Ausstellung, und das bei uns", hebt Horn hervor.

Am Wochenende habe Besucher die Möglichkeit, finanziell zu helfen. So werden nach den Worten von Peter Ohl Friedensnägel verkauft. Der Erlös komme hundertprozentig dem Förderkreis für seine weiteren Vorhaben zu Gute. Die Aktion "Friedensnägel" gibt es weltweit. Schmiede auf allen Kontinenten stellen mit Feuer, Hammer und Amboss Friedensnägel aus glühendem Eisen her. Jeder Friedensnagel ist ein Unikat, mit der Prägung einer Friedenstaube versehen und mit einem Zertifikat ausgestattet. In Westsachsen ist der Schmied Günter Oertel aus Blankenhain an der Aktion beteiligt. Er hatte bereits am 2. Juli bei der Einweihung der sanierten Friedhofshalle Friedensnägel geschmiedet, die am Wochenende verkauft werden.

Doch nicht nur die Neue Friedhofshalle steht im Mittelpunkt, auch die Alte Friedhofskapelle aus dem Jahr 1878 wird vor allem am Samstag eine Rolle spielen. Dort wird am Nachmittag das "Café zur Alten Kapelle" wie schon vor einem Jahr zum 150-jährigen Bestehens des Friedhofs geöffnet sein. Um 14 Uhr beginnt dort die Führung über den Friedhof mit Mirko Och mit vielen Informationen zur Geschichte besonderer Grabanlagen. In der Kapelle ist die Ausstellung über "Meerane im Umbruch" zu sehen, die bis zum 9. November gezeigt wird. Nachdem vor einigen Jahren das Dach der Alten Kapelle gleich am Friedhofseingang in Ordnung gebracht wurde, soll im kommenden Jahr die Außensanierung beginnen. Fördermittel sind laut Ohl beantragt.


Zum Tag des offenen Denkmals gibt es zahlreiche Angebote in der Region

Meerane: In Meerane öffnen jeweils von 14 bis 17 Uhr das Heimatmuseum im Alten Rathaus, das Neobarocke Postgebäude, Poststraße 22-24, und das Kunsthaus Markt 1 mit der Galerie "Art In".

Waldenburg: AmBadehaus im Grünfelder Park beginnt um 10 Uhr die Führung unter dem Titel "Tempel für die Ewigkeit". 11 Uhr geht es dann weiter im Mausoleum. In der Kirche St. Bartholomäus, August-Bebel-Straße 2, gibt es ab 14.30 Uhr eine einstündige Führung unter dem Titel "Erhalt uns Herr bei deinem Wort".

Glauchau: Die St. Marienkirche in der Geschwister-Scholl-Straße 2 öffnet von 15 bis 16 Uhr ihre Türen und gewährt Besuchern Einblick in das markante Bauwerk.

Das Museum und Kunstsammlung Hinterglauchau bietet ab 14 Uhr eine kostenlose Kuratorenführung durch die Sonderausstellung "Nur das Beste", die dem Leben des Kunstsammlers Paul Geipel gewidmet ist.

In der Kirche Wernsdorf singt ab 16Uhr der Frauenchor des Krankenhauses.

Von 14 bis 19 Uhr kann unter Regie des Bürgervereins der Wasserturm Gesau bestiegen werden. Außerdem wird die Geschichte des Wasserturms in einer Ausstellung präsentiert. Durch den Bau neuer Siedlungen in Gesau musste die Wasserversorgung neu gestaltet werden. 1935 wurde daher der neue Wasserturm gebaut.

In der Seifenfabrik Nordpol in Glauchau sind Gebäude verschiedener Baujahre zu besichtigen. Diese reichen vom Weberhaus bis zu den damals innovativen Sheddächern. Von 10 bis 14 Uhr werden Führungen angeboten, organisiert vom Denkmalverein. Für Kinder gibt es das beliebte Seifenkneten. (sust)

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